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Berliner Sportler sind auf dem Weg nach Peking
In der Dresdner Bank wurde gestern der Abschied der Berliner Olympiateilnehmer feierlich begangen

Die Kulisse war eindrucksvoll, ebenso wie die Gästeliste. Ein Großteil der 54 Berliner Athleten, die bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start gehen, wurden gestern in der Rotunde der Dresdner Bank am Pariser Platz vom Leiter des Olympiastützpunktes, Jochen Zinner, mit vielen guten Wünschen verabschiedet. Insgesamt sind 437 deutsche Sportler für Olympia nominiert, jeder achte Teilnehmer kommt aus der Hauptstadt.

Unter den Anwesenden war auch die Schwimmerin Britta Steffen, die in der chinesischen Hauptstadt gute Medaillenchancen über 100 m Freistil hat. Gerade erst hatte die Studentin einen neuen Europarekord aufgestellt, ihre Favoritenstellung untermauert. Steffen selbst vermeidet, den Anspruch auf den Olympiasieg oder eine Medaille anzumelden. „Es wird schwierig, überhaupt ins Finale zu kommen.“
Berliner Sportler sind auf dem Weg nach Peking
In der Dresdner Bank wurde gestern der Abschied der Berliner Olympiateilnehmer feierlich begangen

Die Kulisse war eindrucksvoll, ebenso wie die Gästeliste.
In der Dresdner Bank wurde gestern der Abschied der Berliner Olympiateilnehmer feierlich begangen

Die Kulisse war eindrucksvoll, ebenso wie die Gästeliste. Ein Großteil der 54 Berliner Athleten, die bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start gehen, wurden gestern in der Rotunde der Dresdner Bank am Pariser Platz vom Leiter des Olympiastützpunktes, Jochen Zinner, mit vielen guten Wünschen verabschiedet. Insgesamt sind 437 deutsche Sportler für Olympia nominiert, jeder achte Teilnehmer kommt aus der Hauptstadt.

Unter den Anwesenden war auch die Schwimmerin Britta Steffen, die in der chinesischen Hauptstadt gute Medaillenchancen über 100 m Freistil hat. Gerade erst hatte die Studentin einen neuen Europarekord aufgestellt, ihre Favoritenstellung untermauert. Steffen selbst vermeidet, den Anspruch auf den Olympiasieg oder eine Medaille anzumelden. „Es wird schwierig, überhaupt ins Finale zu kommen.“

Berliner Morgenpost, [22.07.2008]; Foto: Andre C. Hercher


 
Ein Kandidat in der Präsidentensuite
Barack Obama reist am Donnerstag an und mindestens halb Berlin ist auf den Beinen

Ein Kandidatenleben ist anstrengend, viel Reisen, viel Reden.
Barack Obama reist am Donnerstag an und mindestens halb Berlin ist auf den Beinen

Ein Kandidatenleben ist anstrengend, viel Reisen, viel Reden. Zum Ausruhen hat sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama das Hotel Adlon ausgesucht. Das Haus am Brandenburger Tor feierte im letzten Jahr seinen einhundertsten Geburtstag, es liegt ganz in der Nähe der gerade eröffneten amerikanischen Botschaft und ist den Umgang mit internationalen und wichtigen Gästen gewohnt.

Von John D. Rockefeller über Gustav Stresemann und Thomas Mann zu Marlene Dietrich und Michael Jackson, das Hotel hat im Laufe der Jahrzehnte schon viele weltbekannte Prominente beherbergt. Obama wird dort in die mit Panzerglas und Stahlbeton gesicherte Präsidentensuite im sechsten Stock ziehen. Viel Zeit allerdings wird der 46-jährige Senator von Illinois nicht im Adlon verbringen, gerade mal 24 Stunden bleibt er in Berlin.

Gegen neun Uhr soll er am Donnerstag landen, um 12 Uhr trifft er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und um 14 Uhr wartet bereits Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf den Kandidaten. Von den Treffen wird es nur Fotos geben, Pressekonferenzen sind nicht geplant. Aus Kreisen der US-Demokraten war schon im Vorfeld zu hören, dass soll sich Obama den Checkpoint Charlie in Kreuzberg und die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße ansehen möchte. Auch den Flughafen Tempelhof möchte Obama angeblich besuchen. „Wie erwarten Obama bei uns“, sagte Volker Perplies von der „Initiative Tempelhof soll Weltkulturerbe werden“ dem Tagesspiegel. Am Nachmittag kommt dann noch Bürgermeister Klaus Wowereit zu Besuch ins Adlon. Er bringt das Goldene Buch der Stadt mit, damit Barack Obama sich dort eintragen kann. Gegen 19 Uhr dann hat Obama seinen Auftritt am großen Stern, im Rücken die Siegessäule, im Blickfeld das Brandenburger Tor. Dort wird man keine Transparente oder Plakate sehen, denn diese wurden vom Veranstalter verboten. Die Zahlung einer Sondernutzungsgebühr für den Platz berechtigt ihn dazu.

Danach kann sich Obama dann im Kingsize-Bett der Präsidentensuite (5 Zimmer, 7600 Euro, etwa 12.000 Dollar pro Nacht) entspannen. Ob er vom Bett aus auf das Brandenburger Tor, den Ort, an dem der Sentor eigentlich gerne seine Rede gehalten hätte, sehen kann, wollte Adlon-Pressesprecherin Sabine Kalkmann nicht verraten. „Diskretion ist unser oberstes Gebot, wir verraten grundsätzlich nichts über Gäste unseres Hauses“, so Kalkmann zu tagesspiegel.de. Nur als die Queen mal zu Besuch war, sei es erlaubt gewesen mit der Presse über ihre Lieblingsmarmelade und Gassizeiten ihrer kurzbeinigen Hunde zu sprechen. Aber was bei Obama als Willkommensgruß auf dem Kopfkissen liegt, ob er sich vielleicht Sonderwünsche wie teures Fiji-Wasser, lactosefreie Sojamilch oder weiße Lilien aufs Zimmer liefern lässt, darüber könne man nur spekulieren.

Sicher dagegen ist auf jeden Fall die Ausstattung der „Präsidenten Sicherheits-Suite (9200 Euro, rund 14.580 Dollar), in die Obama ziehen kann, sollte dem Präsidentschaftskandidaten die Überwachung mit Videokameras in der "normalen" Präsidentensuite nicht ausreichen. Dort könnte er sich einen Extra-Raum anmieten, zum Beispiel um seinen Bodyguard unterzubringen. Auch der jetzige amerikanische Präsident George W. Bush hat bereits des Öfteren im Adlon übernachtet, sein Vater und Ex-Präsident George H. W. Bush wählte bei seinem Berlin-Besuch zur Eröffnung der amerikanischen Botschaft ebenfalls das Hotel am Pariser Platz.

Doch kein Grund zur Sorge wegen eines möglichen schlechten Karmas: Bill Clinton, der letzte demokratische und häufig als erster „schwarzer" Präsident bezeichnet, war auch schon im Adlon zu Gast. Zu Obamas Reisetross gehören neben seinen Sicherheitsleuten auch ausgewählte Journalisten wie Jeff Zeleny von der „New York Times“ oder Lynn Sweet von der „Chicago Sun-Times.“ Rund 40 ausgewählte Korrespondenten begleiten den Präsidentschaftskandidaten während seiner Reise. Obamas Ehefrau Michelle, sowie seine Töchter Malia und Sasha bleiben dagegen Zuhause. Und Obama reist am Freitagmorgen weiter. Neun Uhr geht’s nach Paris.

Der Tagesspiegel, [23.07.2008]


 
Umbau der weltgrößten Theaterbühne im Zeitplan
Friedrichstadtpalast erfährt umfangreichste Umbaumaßnahmen seit der Eröffnung 1984

Am Friedrichstadtpalast herrscht trotz Theaterferien Hochbetrieb.
Friedrichstadtpalast erfährt umfangreichste Umbaumaßnahmen seit der Eröffnung 1984

Am Friedrichstadtpalast herrscht trotz Theaterferien Hochbetrieb. Grund sind die umfassendsten Umbaumaßnahmen an der Friedrichstraße 107 seit der offiziellen Eröffnung des Palastes am 27. April 1984. Die Gebäudeleittechnik des fast 25-jährigen Baus erfährt dabei ebenso eine Erneuerung wie Bühnentechnik und Tonstudio. Außerdem wird der Restaurations-Bereich des Foyers umgestaltet. Die beeindruckendste Baustelle befindet sich jedoch dort, wo sonst die längste Girlreihe der Welt die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen bringt: Noch bis Ende Juli wird der Bühnenboden erneuert.

„Wir liegen im Zeitplan“, so Berndt Schmidt, Geschäftsführer des Friedrichstadtpalastes. „Allerdings greifen bei diesen Arbeiten derart viele Zahnräder ineinander, dass, sollte nur eines ins Stocken geraten, der komplette Zeitplan durcheinander gewirbelt wird.“ Die Ausmaße der Bühne unterstreicht Berndt Schmidt: „Wir haben die vergangenen Monate recherchiert, welcher Ensuite-Betrieb mit unseren Bühnen-Dimensionen mithalten kann und können nach bestem Wissen und Gewissen behaupten: In Berlin steht die größte Theaterbühne der Welt.“ Knapp 3.000 qm beträgt die bespielbare Fläche.

Parallel zur Erneuerung des Bühnenbodens startet der Aufbau der größten beweglichen Eisfläche der Welt, die in der neuen Show „Qi – eine Palast-Phantasie“ zum Einsatz kommen wird. Hierzu erwarten die Verantwortlichen am heutigen Mittwoch die Anlieferung von 300 qm Aluminium-Profilen, die ab Freitag verbaut werden sollen.


 

 
In der Dresdner Bank wurde gestern der Abschied der Berliner Olympiateilnehmer feierlich begangen

Die Kulisse war eindrucksvoll, ebenso wie die Gästeliste. Ein Großteil der 54 Berliner Athleten, die bei den Olympischen Spielen in Peking an den Start gehen, wurden gestern in der Rotunde der Dresdner Bank am Pariser Platz vom Leiter des Olympiastützpunktes, Jochen Zinner, mit vielen guten Wünschen verabschiedet. Insgesamt sind 437 deutsche Sportler für Olympia nominiert, jeder achte Teilnehmer kommt aus der Hauptstadt.

Unter den Anwesenden war auch die Schwimmerin Britta Steffen, die in der chinesischen Hauptstadt gute Medaillenchancen über 100 m Freistil hat. Gerade erst hatte die Studentin einen neuen Europarekord aufgestellt, ihre Favoritenstellung untermauert. Steffen selbst vermeidet, den Anspruch auf den Olympiasieg oder eine Medaille anzumelden. „Es wird schwierig, überhaupt ins Finale zu kommen.“

Berliner Morgenpost, [22.07.2008]; Foto: Andre C. Hercher


 
Barack Obama reist am Donnerstag an und mindestens halb Berlin ist auf den Beinen

Ein Kandidatenleben ist anstrengend, viel Reisen, viel Reden. Zum Ausruhen hat sich der demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama das Hotel Adlon ausgesucht. Das Haus am Brandenburger Tor feierte im letzten Jahr seinen einhundertsten Geburtstag, es liegt ganz in der Nähe der gerade eröffneten amerikanischen Botschaft und ist den Umgang mit internationalen und wichtigen Gästen gewohnt.

Von John D. Rockefeller über Gustav Stresemann und Thomas Mann zu Marlene Dietrich und Michael Jackson, das Hotel hat im Laufe der Jahrzehnte schon viele weltbekannte Prominente beherbergt. Obama wird dort in die mit Panzerglas und Stahlbeton gesicherte Präsidentensuite im sechsten Stock ziehen. Viel Zeit allerdings wird der 46-jährige Senator von Illinois nicht im Adlon verbringen, gerade mal 24 Stunden bleibt er in Berlin.

Gegen neun Uhr soll er am Donnerstag landen, um 12 Uhr trifft er sich mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und um 14 Uhr wartet bereits Außenminister Frank-Walter Steinmeier auf den Kandidaten. Von den Treffen wird es nur Fotos geben, Pressekonferenzen sind nicht geplant. Aus Kreisen der US-Demokraten war schon im Vorfeld zu hören, dass soll sich Obama den Checkpoint Charlie in Kreuzberg und die Mauergedenkstätte an der Bernauer Straße ansehen möchte. Auch den Flughafen Tempelhof möchte Obama angeblich besuchen. „Wie erwarten Obama bei uns“, sagte Volker Perplies von der „Initiative Tempelhof soll Weltkulturerbe werden“ dem Tagesspiegel. Am Nachmittag kommt dann noch Bürgermeister Klaus Wowereit zu Besuch ins Adlon. Er bringt das Goldene Buch der Stadt mit, damit Barack Obama sich dort eintragen kann. Gegen 19 Uhr dann hat Obama seinen Auftritt am großen Stern, im Rücken die Siegessäule, im Blickfeld das Brandenburger Tor. Dort wird man keine Transparente oder Plakate sehen, denn diese wurden vom Veranstalter verboten. Die Zahlung einer Sondernutzungsgebühr für den Platz berechtigt ihn dazu.

Danach kann sich Obama dann im Kingsize-Bett der Präsidentensuite (5 Zimmer, 7600 Euro, etwa 12.000 Dollar pro Nacht) entspannen. Ob er vom Bett aus auf das Brandenburger Tor, den Ort, an dem der Sentor eigentlich gerne seine Rede gehalten hätte, sehen kann, wollte Adlon-Pressesprecherin Sabine Kalkmann nicht verraten. „Diskretion ist unser oberstes Gebot, wir verraten grundsätzlich nichts über Gäste unseres Hauses“, so Kalkmann zu tagesspiegel.de. Nur als die Queen mal zu Besuch war, sei es erlaubt gewesen mit der Presse über ihre Lieblingsmarmelade und Gassizeiten ihrer kurzbeinigen Hunde zu sprechen. Aber was bei Obama als Willkommensgruß auf dem Kopfkissen liegt, ob er sich vielleicht Sonderwünsche wie teures Fiji-Wasser, lactosefreie Sojamilch oder weiße Lilien aufs Zimmer liefern lässt, darüber könne man nur spekulieren.

Sicher dagegen ist auf jeden Fall die Ausstattung der „Präsidenten Sicherheits-Suite (9200 Euro, rund 14.580 Dollar), in die Obama ziehen kann, sollte dem Präsidentschaftskandidaten die Überwachung mit Videokameras in der "normalen" Präsidentensuite nicht ausreichen. Dort könnte er sich einen Extra-Raum anmieten, zum Beispiel um seinen Bodyguard unterzubringen. Auch der jetzige amerikanische Präsident George W. Bush hat bereits des Öfteren im Adlon übernachtet, sein Vater und Ex-Präsident George H. W. Bush wählte bei seinem Berlin-Besuch zur Eröffnung der amerikanischen Botschaft ebenfalls das Hotel am Pariser Platz.

Doch kein Grund zur Sorge wegen eines möglichen schlechten Karmas: Bill Clinton, der letzte demokratische und häufig als erster „schwarzer" Präsident bezeichnet, war auch schon im Adlon zu Gast. Zu Obamas Reisetross gehören neben seinen Sicherheitsleuten auch ausgewählte Journalisten wie Jeff Zeleny von der „New York Times“ oder Lynn Sweet von der „Chicago Sun-Times.“ Rund 40 ausgewählte Korrespondenten begleiten den Präsidentschaftskandidaten während seiner Reise. Obamas Ehefrau Michelle, sowie seine Töchter Malia und Sasha bleiben dagegen Zuhause. Und Obama reist am Freitagmorgen weiter. Neun Uhr geht’s nach Paris.

Der Tagesspiegel, [23.07.2008]


 
Friedrichstadtpalast erfährt umfangreichste Umbaumaßnahmen seit der Eröffnung 1984

Am Friedrichstadtpalast herrscht trotz Theaterferien Hochbetrieb. Grund sind die umfassendsten Umbaumaßnahmen an der Friedrichstraße 107 seit der offiziellen Eröffnung des Palastes am 27. April 1984. Die Gebäudeleittechnik des fast 25-jährigen Baus erfährt dabei ebenso eine Erneuerung wie Bühnentechnik und Tonstudio. Außerdem wird der Restaurations-Bereich des Foyers umgestaltet. Die beeindruckendste Baustelle befindet sich jedoch dort, wo sonst die längste Girlreihe der Welt die Zuschauer zu Begeisterungsstürmen bringt: Noch bis Ende Juli wird der Bühnenboden erneuert.

„Wir liegen im Zeitplan“, so Berndt Schmidt, Geschäftsführer des Friedrichstadtpalastes. „Allerdings greifen bei diesen Arbeiten derart viele Zahnräder ineinander, dass, sollte nur eines ins Stocken geraten, der komplette Zeitplan durcheinander gewirbelt wird.“ Die Ausmaße der Bühne unterstreicht Berndt Schmidt: „Wir haben die vergangenen Monate recherchiert, welcher Ensuite-Betrieb mit unseren Bühnen-Dimensionen mithalten kann und können nach bestem Wissen und Gewissen behaupten: In Berlin steht die größte Theaterbühne der Welt.“ Knapp 3.000 qm beträgt die bespielbare Fläche.

Parallel zur Erneuerung des Bühnenbodens startet der Aufbau der größten beweglichen Eisfläche der Welt, die in der neuen Show „Qi – eine Palast-Phantasie“ zum Einsatz kommen wird. Hierzu erwarten die Verantwortlichen am heutigen Mittwoch die Anlieferung von 300 qm Aluminium-Profilen, die ab Freitag verbaut werden sollen.


 
Für viele Berliner sind die Mieten in den zentralen Bezirken inzwischen zu hoch

In der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg entsteht ein neues Quartier. Es ist etwas Besonderes für eine ausgewählte Klientel: „Townhouses“, werden diese weißen Häuser neudeutsch genannt, weil die Idee aus Großbritannien stammt, wo klinkerrote Reihenhäuser eine Idylle vortäuschen, die in den meisten Großstädten für die meisten Menschen für immer verloren ist. Auch in Berlin kann sich nur eine Minderheit das eigene Heim mitten in der Stadt leisten: 550000 Euro kosten die 185 Quadratmeter großen Häuser im Winsviertel – das entspricht einer Miete von über 2300 Euro. Ohne Nebenkosten.

Berlin schwelgt im Luxus. Das junge, dynamische, das neue Berlin. Aber nur ein kleiner Teil davon. Bei der Mehrheit der Bevölkerung geht die Angst um: Wie lange wird man sich die Mieten in der Stadt noch leisten können? Diese Frage stellt sich nicht nur die große Schar gut qualifizierter Akademiker, die sich ohne feste Anstellung von Projekt zu Projekt hangelt, sondern auch die wachsende Zahl der „geringfügig Beschäftigten“, in Fortbildung oder Ein-Euro-Jobs geparkte Arbeitsuchende. Die Antwort ist ernüchternd: Günstiger Wohnraum ist knapp und wird sehr bald richtig selten. Prenzlauer Berg hat es gezeigt: Fast die komplette Bevölkerung wurde so schnell „ausgetauscht“ wie die Bausubstanz saniert. Das ist der Anfang einer Verdrängung, der nun die benachbarten schicken Viertel ergreift. Von Mitte, Friedrichshain, Kreuzberg, aber auch von Zentrumslagen im Berliner Westen. Vor dieser „fortgesetzten Verdrängung der gewachsenen Bewohnerstruktur“ und der „zunehmenden Knappheit bei preisgünstigen Mietwohnungen“, warnen heute sogar konservative Beobachter des Marktes wie die landeseigene Investitionsbank. Die Entwicklung ist alarmierend.

Und das sind die Ursachen: Die durchschnittlichen Einkommen in Berlin stiegen in den letzten zehn Jahren kaum (plus 4,5 Prozent). Dagegen verteuerten sich Milch, Benzin und Strom sprunghaft – kurz: der Lebensunterhalt. Deshalb bleibt den Berlinern immer weniger Geld in der Tasche. Rein rechnerisch ist das Haushaltseinkommen heute 15 Prozent geringer als vor zehn Jahren. Von diesem geschrumpften Einkommen müssen Mieten bezahlt werden, die seither im Durchschnitt um rund 20 Prozent stiegen. Hinzu kommen höhere Preise für „Nebenkosten“, die um rund zehn Prozent stiegen. So bleibt den Berlinern immer weniger Geld zum Leben. Besonders schnell steigen die Preise kleiner Wohnungen. Denn immer mehr Menschen leben allein, über die Hälfte aller Haushalte sind es heute: mehr als eine Million. Oft sind es ältere Menschen, die Zahl der 65- bis 80-jährigen stieg in Berlin in den vergangenen zehn Jahren um mehr als 42 Prozent. Aber auch Studenten und Auszubildende leben häufig allein, und die Zahl der 20- bis 30-Jährigen stieg in Berlin um fünf Prozent seit 1997.

Weil immer mehr Menschen alleine leben, gibt es immer mehr Haushalte: Sieben Prozent mehr als vor zehn Jahren sind es heute. Da seither aber nicht viele neue Häuser entstanden, konkurrieren immer mehr Menschen um freie Wohnungen. Deshalb steigen die Mieten. Die vielen Singles trifft es hart. Sie müssen im Durchschnitt ein Drittel ihres Einkommens für das Wohnen ausgeben – billiger wohnt, wer nicht allein lebt: Da sind es im Durchschnitt nur 27 Prozent.

Wer gut wohnen will, muss in Berlin viel bezahlen. Für Wohnungen im östlichen Friedrichshain nahe dem Boxhagener Platz werden Mieten verlangt, die bis zu vierzig Prozent des durchschnittlichen Einkommens der Bewohner in dieser Gegend verschlingen. Das hat Folgen: Wer früher dort lebte, Studenten und Selbstständige mit kleineren Einkommen, wird verdrängt, weil sich nur noch Besserverdienende den Kiez leisten können.

Überraschend ist, dass die „Gentrifizierung“, wie die Verdrängung von Bewohnern in sanierten Quartieren genannt wird, auch den Norden Tempelhofs erfasst. Auch dort werden Mieten verlangt, die sehr hoch sind gemessen an den durchschnittlichen Einkommen in dieser Gegend: am Priesterweg, in der Fliegersiedlung sowie nördlich der Ullsteinstraße. Bis zu 40 Prozent ihres Einkommens müssten auch die jetzigen Bewohner des Kreuzberger Graefekiezes für dort angebotene Wohnungen bezahlen.

Besonders weit öffnet sich die Schere zwischen Mieten und Einkommen in Kreuzberg und Friedrichshain. Dort liegen die Haushaltseinkommen unter 90 Prozent des Berliner Durchschnitts – die geforderten Mieten liegen dagegen deutlich über dem Mittelwert. Nehmen wenigstens die 100000 leer stehenden Wohnungen etwas Druck von Markt und Mieten? Nein, meinen Experten wie der Ökonom Arnt von Bodelschwingh. Denn darunter seien Wohnungen in Erdgeschossen, in baufälligen Häusern, in sozialen Brennpunkten oder am Rand der Stadt, die sich überhaupt nicht vermieten ließen. Guter und bezahlbarer Wohnraum ist knapp in Berlin.

Der Tagesspiegel, [23.07.2008]


 

 
Eröffnung durch die Deutsche Weinkönigin Evelyn Schmidt

Im Rahmen des samstäglichen Barbecues im 3.000 m² großen Hotelgarten des Westin Grand Berlin eröffnet die Deutsche Weinkönigin Evelyn Schmidt aus Sachsen am 26. Juli 2008 um 17.30 Uhr das "Weingarten-Barbecue". Gemeinsam mit Hoteldirektor Rainer Bangert pflanzt sie einen Rebstock und erläutert anschließend die ausgesuchten Tropfen, die das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth zu Edlem vom Lavasteingrill kredenzt. Wackerbarth-Kellermeister Jürgen Aumüller entkorkt an diesem Abend Bacchus, Grauburgunder, Riesling, Dornfelder und Traminer Spätlese zu regionalem Spezialitäten wie Entrecôte mit Ofenkartoffel, Lammrücken mit Artischockensalsa oder Spare Ribs und Kotelett vom Kräuterschwein. Fischliebhaber und Vegetarier kommen ebenfalls ganz auf ihre Kosten mit Thunfisch und Ikarimi-Lachs oder frischen Antipasti und zartem Gemüse vom Grill. Dazu serviert Küchenchef Peter Hampl Holzofenbrot, Salate und schmackhafte Dips. Wiederholt wird das Weingarten-Barbecue am 30. August 2008.

Die zwei Sonderabende „Weingarten-Barbecue“ am 26. Juli und 30. August 2008 ab 17.00 Uhr inkludieren neben den Speisen auch den Sekt sowie alle Rot- und Weißweine und kosten jeweils 49,00 Euro pro Person.

Unabhängig davon findet wie gewohnt das Sommer-Barbecue immer samstags ab 17.00 Uhr für 39,00 Euro pro Person inklusive aller Speisen und einer Begrüßungsbowle statt. Kinder bis 12 Jahre zahlen jeweils 19,50 Euro.

Reservierungen werden empfohlen unter 030-2027 3185.

 
Die Parochialkirche an der Klosterstraße soll ihre Turmspitze wiederbekommen

Das haben sich die Gemeinde und der Verein "Denk-mal an Berlin" zum Ziel gesetzt. In drei Jahren soll die Spitze das Bild des Bauwerks wieder vervollständigen. Die Kosten werden auf etwa drei Millionen Euro geschätzt. Die Summe soll durch Spenden aufgebracht werden. Der Berliner Unternehmer und Vereinsvorsitzende Hans Wall spendet 100 000 Euro.

Als erstes soll das berühmte Glockenspiel wieder entstehen. "Weil es ein sehr emotionales Element ist", sagt Stefanie Peitzmeier, Geschäftsführerin des Vereins. Es war ein Geschenk König Friedrich-Wilhelm I. an die Gemeinde. Das Spiel bestand aus 37 Glocken, die in Berlin gegossen, aber wegen mangelhafter Qualität gegen Glocken aus Amsterdam gewechselt wurden.

Das Spiel war am Neujahrstag 1715 zum ersten Mal zu hören und wurde europaweit bekannt. Im Mai 1944 trafen Brandbomben das Gotteshaus. Der Turm mit dem Glockenspiel stürzte ins Kirchenschiff. Das Inventar verbrannte. Die Glocken schmolzen bis auf zwei kleinere Exemplare. Sie hängen bis heute im Stumpf des Kirchturms und läuten regelmäßig. Wenn die ersten Glocken wieder hergestellt sind, sollen sie als sichtbares Zeichen des Wiederaufbaus ausgestellt werden, möglicherweise in der Kirche.

Die Leitung der Arbeiten wird Architekt Jochen Langeheinecke vom Büro "Planer in der Pankemühle" an der Badstraße in Wedding übernehmen. Er kennt die Details der Kirche dank jahrelanger Restaurierung. Von 1991 bis 2003 wurden die Fassaden des Kirchenschiffes, die Vorhalle und der Turmstumpf wiederhergestellt, Grüfte und Epitaphien instand gesetzt. Mehrere Institutionen stellten damals dafür etwa 13 Millionen Mark zur Verfügung.

Die Arbeiten an der Turmspitze werden zum großen Teil von Jugendlichen der Knobelsdorff-Schule ausgeführt, des Oberstufenzentrums Bautechnik Berlin in Spandau. Beteiligt sind auch die Jugendbauhütte der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Bildungsverein Bautechnik. Die Jugendlichen werden vor allem die Holz- und Zimmermannsarbeiten ausführen. Die alte Spitze des Turms habe früher aus Eichenholz bestanden, die neue werde vorwiegend aus Kiefer gefertigt, sagt eine Mitarbeiterin von "Planer in der Pankemühle". Die Bretter bekommen eine Verschalung aus dünnem Holz. Darauf werden Kupferbleche genagelt.

Stifter werden auch für diverse Einzelstücke der Spitze gesucht. Vier Löwen aus Kupfer, jeder etwa zwei Meter groß und innen hohl, sollen geschmiedet werden. Kosten pro Stück: etwa 15 000 Euro. Ein sogenannter Kaiserstil mit Kugel ist zu fertigen, der etwa 10 000 Euro erfordert. Er wird von einer vergoldeten Sonne gekrönt, deren Fertigung 11 000 Euro kostet. Vier Pfeiler mit Kapitellen gehören zur Turmspitze, jeder soll etwa 35 000 Euro kosten. Außerdem gehören acht Säulen zu je 16 000 Euro dazu.

Zur Finanzierung sollen außerdem Benefizkonzerte- und Lesungen beitragen. Feste und Führungen auf der Baustelle seien vorgesehen, sagt Peitzmeier. Wer spendet, soll Vergünstigungen bekommen, zum Beispiel ermäßigten Eintritt für Konzerte in der Parochialkirche (Infos unter Tel. 83 22 64 49). Ein Modell der Turmspitze im Maßstab 1 : 10 befindet sich im Turmsaal der Parochialkirche. Jugendliche der Knobelsdorff-Schule haben es 2007 gebaut.

Berliner Morgenpost, [22.07.2008]


 
Der Sommerschlussverkauf soll bis 2. August andauern

Für Saisonartikel wie T-Shirts oder kurze Hosen können Kunden mit Preisreduzierungen von 50 bis 70 Prozent rechnen. Die Kaufleute hoffen auf Impulse, nachdem die Umsätze im ersten Quartal dieses Jahres stagnierten und das durchwachsene Wetter im Frühsommer vielen Geschäftsleuten volle Lager beschert habe, sagt Günter Päts. Er ist der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg.

Auch Elektro- und Baumärkte machen mit

Der Verband rechnet mit einer regen Beteiligung der Geschäfte. Neben Textilläden seien auch Elektro- oder Baumärkte dabei, sagt Päts. Den Kunden werde teils schon neue Herbstmode präsentiert.

Mit den Schlussverkäufen halten Unternehmer an einem Instrument fest, das mit dem Wegfall der gesetzlichen Beschränkungen im Jahr 2004 als überholt galt. Denn seitdem können Geschäfte nicht mehr nur im Winter und Sommer zweiwöchige Schlussverkäufe anberaumen - zu denen die Kunden damals in Scharen herbeiströmten und sich nach dem Schlangestehen vor den Eingängen regelrechte Schlachten an Wühltischen lieferten. Seit 2004 können Unternehmen das ganze Jahr über mit Preisaktionen werben - entsprechend entspannt verhalten sich die Schnäppchenjäger nun.

Die Branche organisiert aber immer noch bundesweit koordinierte Schlussverkäufe. "Der klassische Sommerschlussverkauf ist einfach noch in den Köpfen der Kunden drin", sagt Geschäftsführerin Annegret Treseler von Galeria Kaufhof am Alexanderplatz. So hat sich das Unternehmen auch auf den Sommerschluss vorbereitet und bietet nach dem Motto "Sparen mit Stil" Preisnachlässe bis zu 70 Prozent. Von Sommerwaren für Damen, Herren und Kinder über Sportartikel wie Bademoden und Sommerschuhen. Auch Reisegepäck und Handtaschen gelten als saisonale Waren und sollen gezielt abverkauft werden.

Auch die Firma Daniels & Korff in Charlottenburg hat die Preise für Hemden, Hosen, Sakkos, Poloshirts Blusen und Röcke um bis zu 50 Prozent gesenkt. Hier war man einen Tag schneller und hat bereits am Sonnabend mit dem Sommerschlussverkauf begonnen.

Ziel der Unternehmer ist es, mit den Reduzierungen die Lager zu leeren, um Platz zu machen für die Herbstmode. "Teilweise haben wir schon Premiumware der kommenden Saison im Verkauf", erklärt Treseler. Zielgruppe sind die Kunden, die sich gerne topmodisch zur Saison kleiden und weder warten noch nach Schnäppchen suchen wollen.

Der Sommerschlussverkauf soll bis 2. August andauern. Für die Händler gehe es trotz der hohen Rabattierungen nicht darum, "alles zu verschenken", sagte Päts. "Wir wollen optimal verkaufen." Reduzierungen richteten sich auch nach der Nachfrage.

Doch nach dem SSV ist keinesfalls Schluss mit Sparen. Da Preisnachlässe das ganze Jahr über möglich sind, lief in den Warenhäusern und Ketten schon seit einigen Wochen eine Rabattwelle. Zumal der im Juni eine "Delle" im Umsatz zu verspüren war, wie Treseler sagt. Auch davor war die Umsatzentwicklung negativ. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes gingen die Umsätze von Januar bis März nominal um 0,3 Prozent zurück, real - also unter Ausschaltung der Preisentwicklung - betrug das Minus sogar 2,3 Prozent. "Die wirtschaftliche Entwicklung ist nicht im Einzelhandel angekommen", sagt Klaus Fischer, Referent im Handelsverband BB. Gleichzeitig hätte die Bevölkerung angesichts der Preissteigerungen kein Geld für Mehrausgaben.

Schnäppchen für die Kunden

Schnäppchen also sollen Kunden ins Geschäft locken. So hat Galeries Lafayette in Mitte gezielt vor dem Schlussverkauf zum vergangenen Wochenende die Preise bereits reduzierter Waren noch einmal um 20 Prozent gesenkt. "Wir haben auch weiterhin reduzierte Artikel im Angebot, oft sehr kurzfristig", sagt Ulrike Möslinger von der Geschäftsführung der Galeries Lafayette.

In den Potsdamer Platz Arkaden wird es keine konzertierte Aktion der Geschäfte geben, erklärt Centermanager Thomas Sänger. Dort gestaltet jeder Händler das ganze Jahr über seine Preispolitik in Eigenregie - und da, so Sänger, setzten verschiedene Geschäfte unterschiedliche Prioritäten.

Bei C&A an der Schlossstraße in Steglitz geht es nach "guten Verkäufen", wie Filialleiter Heinz-Jürgen Kröger sagt, mit bis zu 50 Prozent reduzierter Sommerware munter weiter. "Wir haben seit Wochen reduziert und verkaufen weiter ab".

Berliner Morgenpost, [21.07.2008]


 
Das Modehaus am Spittelmarkt ist Vergangenheit

Bagger beseitigen die letzten Trümmer des DDR-Flachbaus von 1981. Im Mai 2007 war Ebbinghaus ausgezogen. Nach dem Abriss ist Platz für ein Hotel auf dem Grundstück entstanden und für eine neue Straßenverbindung zwischen Mitte und Kreuzberg.

Die Axel-Springer-Straße wird bis zur Leipziger Straße verlängert. Die Kosten für den Durchstich werden auf etwa vier Millionen Euro geschätzt. Der Baubeginn ist für 2009 vorgesehen. Zuvor werden die Pläne öffentlich ausgelegt. Bis Ende 2009 soll das 30 Meter hohe Hotel an der Leipziger Straße 50 fertig sein. Es wird zehn Stockwerke und 304 Zimmer haben. Die Eröffnung ist für Anfang 2010 geplant. Betreiber wird die Gruppe "Motel One". Bauherr ist die Willmeroth Projektentwicklungsgesellschaft (wip). Sie hat in der vergangenen Woche die Baugenehmigung bekommen. Bei einer Infoveranstaltung im Juni haben Anwohner ihre Befürchtungen geäußert, dass sich für sie die Wohnqualität vermindern werde. Sie gehen von zunehmender Lärmbelästigung wegen der Straßenverlängerung aus und davon, dass das Hotel Schatten auf umliegende Wohnungen wirft. Die Willmeroth Projektentwicklungsgesellschaft sagt, dies lasse sich durch eine Überflug- und Schattensimulation widerlegen. Sie ist unter www.leipziger50.de zu sehen.

Berliner Morgenpost, [22.07.2008]


 

 
Berlins jüngste U-Bahn-Linie, die U 55, soll im August 2009 in Betrieb genommen werden

Die entsprechende Verkehrsleistung werde bei der BVG im Zusammenhang mit den Anforderungen für den Fahrplan 2009 "in Kürze" bestellt, sagte gestern ein Sprecher der zuständigen Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Bereits im April hatten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) angekündigt, dass die ersten Züge auf der 220 Millionen Euro teuren Neubaustrecke zwischen Hauptbahnhof und Brandenburger Tor mit Zwischenhalt am Reichstag spätestens zur Leichtathletik-WM in Berlin (15. bis 23. August 2009) fahren sollen. Voraussetzung für die Inbetriebnahme der auch als "Kanzler-U-Bahn" bezeichneten, 1,9 Kilometer langen Linie ist allerdings die Fertigstellung der letzten der drei Stationen. Wegen verschiedener geologischer und bautechnischer Komplikationen hatte sich der Ausbau des Bahnhofs "Brandenburger Tor" mehrfach verzögert. Inzwischen steht er im Rohbau, auch die Zugänge sind laut BVG-Sprecher Klaus Wazlak fertig.

Offen ist allerdings noch die Innengestaltung der 20 Meter tief gelegenen Station. Dabei geht es auch um die Frage, wie die vom Bundestag geforderte Erinnerungsstätte an die Teilung Berlins in den Bahnhof integriert werden kann. Ein erster Vorschlag sieht teils schwarz bemalte Wände für das Gebäudeinnere vor. Darauf sollen zeitgeschichtliche Zitate wie etwa die berühmte Forderung des damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan im Juni 1987 nach Öffnung der Mauer ("Mr. Gorbatschow, open this gate!") verewigt werden. Eine solche dunkle Ausgestaltung steht aber im Widerspruch zu den Bestrebungen der BVG, U-Bahnhöfe im Kampf gegen Vandalismus möglichst gut auszuleuchten. Auch die Senatsverkehrsverwaltung will einen "hellen und freundlichen U-Bahnhof". "Entschieden ist noch nichts, die Absprachen laufen noch", so der BVG-Sprecher. Weitgehend einig ist man sich bei der BVG aber darüber, dass auf der U 55 zunächst nur ein einzelner Zug pendeln wird. Zwar gibt es zwei Tunnelröhren mit Gleisen, die den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Züge erlauben würden. Doch bisherige Prognosen gehen von nur 6400 Fahrgästen pro Tag auf der Stummelstrecke aus.

Deutlich mehr werden erst dann erwartet, wenn ein Anschluss an den Bahnhof Alexanderplatz und die derzeit dort endende U 5 hergestellt wird. Die Arbeiten für dieses Verbindungsstück mit Stationen an der Kreuzung Unter den Linden/Friedrichstraße, Museumsinsel und am Roten Rathaus sollen 2010 beginnen und bis 2017 dauern.

Berliner Morgenpost, [22.07.2008]


 
Sorgfältige Auswahl und Zusammenstellung von Marken

Der erste Hingucker ist nicht der türkisfarbene Mantel von Cacharel. Es sind nicht die Jeansstapel und auch nicht die Art-Déco-Lampen. Es ist das riesige Aquarium mit den fluoreszierenden Quallen, die scheinbar schwerelos durch das Wasser schweben.

Karl-Heinz Müller zeigt sich selbst ganz begeistert von dieser Idee, als er am Mittwochabend die Eröffnung seines Geschäfts "14 oz." an der Neuen Schönhauser Straße 13 feiert. In den historischen Räumen, die zuletzt das Restaurant Schwarzenraben beherbergt haben, hat sich der Chef der Modemesse Bread & Butter einen Traum erfüllt. Seit gestern ist das Geschäft "14 oz.", das es unter diesem Namen schon einmal in Köln gegeben hat, wieder geöffnet. Das hier ist jedoch in Berlin und der 450 Quadratmeter große Ladenraum einmalig schön. In dieser Ecke der Stadt, rund um den Hackeschen Markt, eröffnen regelmäßig neue Läden. Der von Müller ist trotzdem etwas Neues. Das liegt einmal an der sorgfältigen Auswahl und Zusammenstellung von Marken, die man so nicht überall bekommt. Und auch wenn Müller all jene Lügen strafen will, die behauptet haben, er würde einen Jeansladen eröffnen - in Zukunft werden viele Modefans zum Hosenkauf hierher pilgern.

Dann wäre da noch die Einrichtung, die zum großen Teil aus Paris kommt und die Müller mit viel Liebe zusammengetragen hat. Das Holz-Interieur stammt noch aus dem Jahr 1929 und gehörte früher zum Geschäft Agabeyan & Frères, in dem schon Coco Chanel und Yves St. Laurent ihre Haute-Couture-Stoffe kauften. Was aus dem großen Garten wird, in dem früher bei gutem Wetter gespeist wurde und dessen Zentrum nun ein Springbrunnen aus der Provence darstellt, wird noch nicht verraten. Das soll eine Überraschung werden.

14 oz., Neue Schönhauser Straße 13, Mo.-Sbd., 10-20 Uhr

Berliner Morgenpost, [18.07.2008]


 
Es wird ein großer Auftritt, den der designierte amerikanische Präsidentschaftskandidat am kommenden Donnerstag in Berlin plant

Am Vormittag wird Barack Obama von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Kanzleramt empfangen, am Nachmittag ist ein Termin beim Vizekanzler und Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vereinbart. Als wahrscheinlicher Ort für seinen großen öffentlichen Redeauftritt war am gestrigen Freitag die Siegessäule im Gespräch.

Bei den Sicherheitsbehörden rangiert Obama nicht als Staatsbesucher, sondern als „politischer Gast“, wie es bei der Polizei hieß. Für ihn gilt die Sicherheitsstufe Zwei (das bedeutet, ein Anschlag ist nicht ausgeschlossen). „Die Berliner Polizei ist geübt im Umgang mit politischen Gästen. Wir tun, was nötig ist, um Barack Obama angemessen zu schützen“, sagte ein Polizeisprecher. Einzelheiten zu Art und Umfang der Sicherheitsmaßnahmen wurden aus taktischen Gründen nicht genannt.

Obamas Wahlkampfmanager machten tagelang ein großes Geheimnis um den Auftrittsort in Berlin. Gesucht war eine Kulisse mit einem historischen Bezug, den amerikanische Fernsehzuschauer auf einen Blick herstellen können. Am liebsten wäre Obamas Stab das Brandenburger Tor gewesen.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hatte den Vorschlag ausdrücklich begrüßt, auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit war dafür, doch die Bundeskanzlerin erhob Einspruch. Obama ließ daraufhin erklären, es werde eine einvernehmliche Lösung gesucht. Obama will in seiner Rede darlegen, wie er sich die Rolle der künftigen US-Regierung beim Wiederaufbau eines transatlantischen Bündnisses vorstellt.

So machten sich am Donnerstag Mitarbeiter Obamas auf die Suche nach einem anderen Auftrittsort und sahen sich, unterstützt von Mitarbeitern der Senatskanzlei, in Berlin um. Interessant erschien ihnen offenbar alles, was im engen oder weiteren Sinn mit dem Brandenburger Tor zu tun hat. Dessen Symbolwert erfüllt die Ansprüche offenbar am ehesten. Der Platz vor dem Roten Rathaus konnte da nicht mithalten.

An der politischen Symbolik der Siegessäule, die an die preußischen Feldzüge gegen Dänemark, Österreich und Frankreich erinnert, stören sich die Berater Obamas offenbar nicht. Vielmehr setzen die Amerikaner darauf, dass auf den Fernsehbildern im Hintergrund das Brandenburger Tor zu sehen ist. Das Symbol ist auch amerikanischen Fernsehzuschauern vertraut und steht für den Sieg der Freiheit in der Konfrontation der USA mit der Sowjetunion im Kalten Krieg.

Den Ausschlag für den Ort rund um die Siegessäule gab offenbar die Tatsache, dass dort die meisten Zuhörer Platz finden. Die Organisatoren rechnen mit großem Zustrom nicht nur von Deutschen und in Deutschland lebenden US-Bürgern, sondern mit aus ganz Europa anreisenden Amerikanern.

Der Zeitplan für den Besuch am kommenden Donnerstag ist nur teilweise bekannt. Merkel will Obama nach Angaben von Regierungssprecher Ulrich Wilhelm am Vormittag treffen. Nach dem Termin mit Merkel werde es lediglich einen Fototermin geben, sagte Wilhelm. Ein Treffen mit Steinmeier soll um 14 Uhr im Auswärtigen Amt stattfinden.

Ob und wie Obama mit dem Regierenden Bürgermeister zusammen kommt, ist offen. Denkbar ist, dass er in Begleitung Wowereits das Brandenburger Tor und die benachbarte neue amerikanische Botschaft besucht, bevor er sich zum Aufrittsort für seine Rede begibt. Genauso offen ist, ob Obama in Berlin übernachten wird. Das Hotel Intercontinental, das vor allem amerikanische Politiker wegen seiner Sicherheitsvorkehrungen schätzen, war von den Wahlkampforganisatoren Obamas neben anderen Hotels angefragt worden. Eine knappe Woche vor dem Besuch ist auch unklar, wann der Veranstaltungsort gesperrt wird, damit dort eine Bühne für Obama aufgebaut werden kann.

Auch die BVG kann nur kurzfristig auf Straßensperrungen reagieren. Detaillierte Informationen für Fahrgäste seien dann meist nicht mehr möglich, sagte BVG-Sprecher Klaus Wazlak. Meist würden auch Fahrrouten aus Sicherheitsgründen geheim gehalten.

Der Tagesspiegel, [19.07.2008]


 
Auf dem Schlossplatz werden die Wände der neuen Ausstellungshalle zusammengesetzt

Eine winzige Handbewegung von Uli Mahler – und Platte Nummer sieben senkt sich millimetergenau auf das Betonfundament. Der Kranfahrer ist einer von fünf Arbeitern, die seit Donnerstag die Außenhülle der temporären Kunsthalle auf dem Berliner Schlossplatz errichten. Mit nur zwei kleinen Hebeln dirigiert er von seiner Kabine aus die elf Meter langen und 2,50 Meter breiten Platten durch die Luft. „Ich bin seit 35 Jahren Kranfahrer, so etwas ist Routine“, sagt er er und lehnt sich zurück.

Insgesamt 100 solcher aus Holz und Faserzement bestehenden Bauteile muss Mahler noch bewegen, bis die von Adolf Krischanitz entworfene Halle am 18. Oktober öffnen kann. „Ich freue mich, dass die Arbeiten endlich begonnen haben und “, sagte Dieter Rosenkranz, von der Stiftung Zukunft Berlin gestern Nachmittag während einer Baustellenbesichtigung. Die Stiftung finanziert die Kunsthalle mit insgesamt 950 000 Euro. In den folgenden zwei Jahren sollen auf einer Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern Werke zeitgenössischer nationaler und internationaler Künstler gezeigt werden, die in Berlin leben und arbeiten, sagt Rosenkranz. Bis dahin ist allerdings noch viel zu tun. „Zirka 20 Minuten dauert das Aufstellen einer Platte", sagt Bauleiter Gerd Seelhorn. Zugeschnitten und nummeriert wurden die riesigen Teile bereits am Firmensitz im rund 500 Kilometer entfernten Ort Lohne in Niedersachsen. Unterdessen justieren zwei seiner Kollegen, einer am Boden, der andere auf einer Hebebühne, die Platte. „Um Teile von dieser Größe richtig gerade zu installieren braucht man einen Präzisionslaser“, erläutert Zimmermann Hans Peter Kruse und zeigt auf ein Gerät, das entfernt an eine Campingkocher erinnert.

Kranfahrer Mahler hat derweil Pause. Langweilig sei ihm in seiner Kabine nie. „Gerade in Berlin hab ich eine guten Blick auf die interessante Umgebung", sagt er und zeigt auf die stählernen Überreste des Palasts der Republik, die sich direkt gegenüber in den Himmel strecken. Seelhorn und sein Mitarbeiter haben die Holzplatte mittlerweile mit den bereits befestigten Seitenwänden verschraubt. „Richtig stabil wird die Konstruktion erst, wenn wir das Dach aufgesetzt haben“, erläutert er. In fünf Wochen soll der Rohbau fertig sein. Danach beginnt die Außengestaltung des Hauses, die von Gerwald Rockenschaub entworfen wurde.

Eröffnet werden soll die Galerie mit einer Ausstellung der südafrikanischen Künsterlin Candice Breitz. Lutz Ackermann von der Stiftung Zukunft geht davon aus, dass der Zeitplan eingehalten wird. Durch Genehmigungsprobleme hatte sich der Baubeginn schon einmal verzögert. Bis 2010 sind acht Austellungen geplant. Danach beginnt an dieser Stelle der Bau des Humboldforums, das 2013 fertigestellt werden soll.

Der Kranfahrer hat derweil seine Ruhezeit beendet. Platte Nummer acht hängt am Haken und schon steht der erste Abschnitt der Kunsthalle.

Der Tagesspiegel, [19.07.2008]


 
Modewoche etabliert sich als internationales Top-Modeevent

Vivienne Westwood: ein großer Name in der Welt der Designer und der letzte, der gestern auf dem Plan der Mercedes-Benz Fashion Week stand. Riesenauftrieb vor der Präsentation der Kollektion "Anglomania" in einem ziemlich überfüllten Zelt. Und als dann nicht nur die Designerin selbst, sondern auch noch "Sex and the City"-Star Kim Cattrall Platz in der ersten Reihe nahm, kannten die Fotografen kein Halten mehr.

Danach folgte eine Show, die richtig Spaß machte. Nicht nur wegen der Vielfalt an Stoffen, Farben, Mustern und Schnitten, sondern wegen humorvoller Einlagen endlich einmal lächelnder Models.

Dann schloss die dritte Modewoche in Berlin ihre Türen am Bebelplatz. Vorerst - wenn es nach dem Willen vieler Besucher ginge. "Alle Beteiligten wünschen sich den Bebelplatz als dauerhaften Ort der Veranstaltung", sagte gestern Tanja Mühlhans, die bei der Senatswirtschaftsverwaltung für das Thema Mode zuständig ist und ein rundum positives Fazit zog. "Wir waren sehr zufrieden mit der Qualität der präsentierten Kollektionen, vor allem auch, was Berliner Labels wie Sisi Wasabi, Scherer González, Smeilinener und Kilian Kerner angeht." Laut Mühlhans sei deutlich mehr Fachpresse vertreten gewesen als noch im Januar.

Mehr Fachpresse und Einkäufer

Eine Ansicht, die auch Berlins Modestar Michael Michalsky teilte. Er bilanzierte: "Das war bisher die beste Berlin Fashion Week." Bei seinem Label seien etwa dreimal mehr Einkäufer gewesen als noch in der letzten Saison. "Es geht aufwärts, und wenn wir weiter alle unsere Kräfte bündeln, dann werden wir bald in der internationalen Liga mitspielen können." Der Designer ist der Meinung, dass die Parallelität von Schauen und Modemesse Premium äußerst hilfreich gewesen sei. "Eigentlich muss man die Fashion Week immer in einem Atemzug mit der Premium nennen, denn beides gehört zusammen." Rund 15 000 Fachbesucher kamen in diesem Juli zur Messe. Im Vergleich: im vergangenen Sommer waren es rund 13 800. Sven Oberstein von der Modeagentur CP Fashion war mit zwölf Marken auf der Premium vertreten: "Die Qualität der Einkäufer hat sich sehr verbessert, am Anfang mag es hier in den Gängen voller gewesen sein, aber da waren auch viele Besucher dabei, die nur geschaut haben."

Wenn es nach dem Titelsponsor geht, ist die Rechnung komplett aufgegangen: "Mit insgesamt 26 Schauen von hochkarätigen Designern und äußerst vielversprechenden Nachwuchstalenten sowie mit der Verleihung des neuen Modepreises 'Mercedes' hat die Mercedes-Benz Fashion Week Berlin eindrucksvoll bewiesen, dass sie zu den internationalen Top-Modeevents gehört", sagte Dr. Kristina Hammer, Director Global Marketing Communications. Maia Guarnaccia von Veranstalter IMG Fashion Europe denkt: "Die Veranstaltung hat sich als wichtigste Laufstegveranstaltung Deutschlands etabliert, wird weiter wachsen und die internationale Aufmerksamkeit auf Berlin und seine Designindustrie lenken." Dass die Fashion Week insgesamt selbstverständlicher geworden ist, findet Philipp Wolff, Kommunikationschef von Hugo Boss. "Das Ganze hat sich eingespielt. Nun brauchen wir noch mehr Leute aus dem Ausland." Wichtig seien vor allem ganz neue Kollektionen, die einen Anreiz darstellten. Ihm habe vor allem gefallen, dass das Thema Mode, anders vielleicht als bei der ersten Veranstaltung vor einem Jahr, im Fokus gestanden habe. "Es ist gut, dass Berlin das Selbstbewusstsein mitbringt, nicht wie Paris, London oder Mailand sein zu wollen."

Auch Eva Padberg, das Gesicht der Modewoche, ließ sich gern von der "positiveren Grundstimmung" anstecken: "Alle hatten ganz viel Lust und die Skepsis war weniger als am Anfang." Das habe sie auch bei Menschen wahrgenommen, die meinungsbildend in der Branche seien. Ihre persönlichen Highlights? "Von der Inszenierung her die Show von Joop! Jeans, was die Mode anging, Michalsky."

Tanja Mühlhans freute sich über den Erfolg der "Showroom-Meile" für alle Modeinteressierten, die sie zusammen mit Inpolis und vielen Unternehmen organisiert hatte. Die Ausstellung "Collection of Hope" der Esmod in der Deutschen Bank hätten allein am ersten Tag rund 1000 Menschen besucht. In den kommenden Monaten wolle man zusätzliche Formate wie Public Viewing im Rahmen der Fashion Week angehen. Ganz nah dran am Thema Mode waren auch die Besucher des "Wedding Dress"-Festivals in der Brunnenstraße. "Zusammen mit Veranstalter Degewo schätzen wir, dass es etwa 20 000 Besucher waren", sagte Olivia Steinweg, die zu den Organisatoren gehört. Besonders der Erfolg des Designer-Sales habe die Erwartungen vieler Kreativer weit übertroffen.

Berliner Morgenpost, [21.07.2008]


 
Investoren-Interessensgemeinschaft gegründet

Die vom Bürgerentscheid zum Stadtentwicklungsprojekt Mediaspree betroffenen Investoren haben sich jetzt zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen und die Anwaltskanzlei Gaßner, Groth, Siederer mit der Prüfung der Auswirkungen des Entscheids beauftragt.

Am vergangenen Sonntag hatten rund 30 000 Bewohner des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg gegen die Pläne von etwa 20 Investoren und Grundstückseigentümern, die am Spreeufer Bürobauten und Wohnhäuser errichten wollen, gestimmt.

Stefan Sihler, Sprecher der Investorengruppe und Bauherr des Modezentrums Labels im Osthafen: "Es geht uns nicht darum, mögliche Schadenersatzforderungen prüfen zu lassen. Wir wollen bauen." Es gehe darum, die baurechtliche Basis jedes einzelnen Projekts zu prüfen. Immerhin habe Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) angekündigt, auslaufende Baugenehmigungen nicht verlängern und Veränderungssperren erlassen zu wollen, so Sihler.

Zu der am Freitag gegründeten Investoren-Interessensgemeinschaft gehören unter anderen die Anschutz Entertainment Group, die Kilian Gruppe, die Stofanel Investment AG sowie die landeseigene Berliner Hafen- und Lagergesellschaft Behala. Im Laufe der kommenden Woche werde die Stellungnahme der Juristen vorliegen. "Dann werden wir unser weiteres Vorgehen beraten."

An dem bezirklichen Sonderausschuss, der nach der Sommerpause eingerichtet werden soll, um sich mit den Möglichkeiten der Umsetzung des Bürgerentscheids zu befassen, werde man nicht teilnehmen. "Das ist das falsche Forum", sagt Sihler.

Berliner Morgenpost, [20.07.2008]


 
Das neue Kreuz des Berliner Doms wird in der Woche zwischen dem 18. und 24. August auf der Kuppel des Gotteshauses montiert

Das teilte Dombaumeister Stefan Felmy mit. Bereits ab 28. Juli kamen Experten der bayerischen Metallbaufirma, die die sogenannte Bekrönung und das neue Kreuz angefertigt haben, nach Berlin.

Sie befestigen dann die letzten vier sogenannten Segel an der Bekrönung. Zudem seien für die Wochen vor der Montage auf dem Dach noch letzte Vergoldungsarbeiten an der Konstruktion geplant.

Das riesige, die Hauptkuppel des Domes krönende Kreuz musste im Dezember 2006 wegen schwerer Rostschäden demontiert werden. Die insgesamt 12,5 Tonnen schwere Konstruktion war nicht mehr restaurierbar. Dieses "alte" Kreuz steht jetzt zu ebener Erde neben dem Dom und kann dort besichtigt werden.

Aus dem oberbayerischen Peiting kam das neue Kreuz, dessen Konstruktion insgesamt 16 Meter hoch und 12 Tonnen schwer ist. Neuanfertigung und Montage kosten insgesamt 1,4 Millionen Euro. 480 000 Euro kommen von der Cornelsen Kulturstiftung, weitere Mittel von Bund, Land, Kirchengemeinde sowie privaten Spendern.

Die goldenen, 400 beziehungsweise 600 Kilogramm schweren Kugeln der vier Domtürme sowie zwei Königskronen aus getriebenem Kupferblech sind bereits saniert und montiert.

Berliner Morgenpost, [17.07.2008]

 
Berlin Fashion Week

Hauptschauplatz der Modenschauen ist der Bebelplatz - die Größe des in den vergangenen Tagen aufgebauten Veranstaltungsgebäudes entspricht der Größe von zwölf Tennisplätzen. Dort laden Designer wie Gabriele Strehle, Vivienne Westwood oder Unrath & Strano zu ihren Shows ein. Jeweils bis zu 800 Vertreter aus Medien, Modeindustrie und Gesellschaft können Platz finden.

Andere Designer wie Michael Michalsky oder Dirk Schönberger von Joop! haben selbst nach einem geeigneten Ort gesucht, um ihre Schöpfungen angemessen zu inszenieren - der eine lädt in die Uferhallen, der andere in den Kubus am Wriezener Bahnhof. Bis Sonntag wird Berlin noch ein Stück lebendiger: Die Stadt wird außerdem Plattform für die Absolventen von Modeschulen, sie bietet Platz für temporäre Showrooms, für den Karstadt New Generation Award und für viele, viele illustre Partys.

Wie sieht die Zukunft aus?

Bei allem Enthusiasmus geistert im Hintergrund die Frage: Wird die Berliner Modewoche Bestand haben? Kann sie einen festen Platz im internationalen Modezirkus erkämpfen und sich mit Metropolen wie Paris, London oder New York messen - ganz so, wie es Designer Michael Michalsky, der ein bisschen zur Galionsfigur der Veranstaltung geworden ist, beim Start vor einem Jahr prophezeite?

Das Unternehmen IMG, das Fashion Weeks in der ganzen Welt organisiert, ist - wie nicht anders zu erwarten - zuversichtlich, was die Entwicklung angeht. Lynn Longendyke, Vizepräsidentin und internationale Produktionsleiterin IMG Fashion, begründet ihren Optimismus: "Die Anzahl der Designer, die bei der Mercedes-Benz Fashion Week Berlin ihre Kollektionen zeigen möchten, steigt kontinuierlich. Zudem ist das Interesse der Modeindustrie gewachsen, so dass auch mehr Vertreter der Presse und Einkäufer kommen."

Schwerpunkt auf deutschen Designern

Der Vergleich mit anderen Modestädten mache nicht wirklich Sinn. "Wir wollen keine bestehende Fashion Week kopieren, sondern eine neue Plattform kreieren, die einzigartig ist", sagt die Amerikanerin. Der Schwerpunkt solle weiterhin auf deutschen Designern liegen, gemixt mit internationalen Namen. "Unser Event wird mit dem Wachstum der deutschen Designer wachsen, und junge deutsche Talente, die heute hier ihre Entwürfe präsentieren, sind die großen Namen von morgen."

Abwarten ist nicht unbedingt die Stärke derjenigen, die offen oder im Hintergrund Kritik äußern. Schlussendlich geht es darum, dass Vertreter der Modeindustrie einen Anreiz ausmachen, nach Berlin zu kommen. Erst dann werden auch weitere Designer den Standort für sich entdecken. Vorteil im Vergleich zum Januar und wichtige Voraussetzung für Einkäufer mit begrenztem Budget: Modenschauen und -messen wie die Premium finden parallel statt. "Wir arbeiten Hand in Hand mit dem Senat und der IMG", sagt Premium-Geschäftsführer Norbert Tillmann. "Was dabei herausgekommen ist, kann sich sehen lassen. Die internationale Berichterstattung spricht für sich. Laut ,New York Times' ist Berlin die kultivierteste Stadt Europas."

Gerd Wünsch ist Inhaber der Marke Orwell, die im Haus "Labels Berlin" an der Stralauer Allee einen Showroom unterhält und sich diesen Standort bewusst ausgesucht hat. Er spricht sich für eine noch bessere Vernetzung der Verantwortlichen aus: "Man hat manchmal den Eindruck, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht, und es sich nicht wie in anderen Modestädten unter einem Dach entwickelt." Berlin habe noch keine richtigen Strukturen, die eine echte Modestadt ausmachen. "Städte wie zum Beispiel Düsseldorf sind ein ,Must' - Berlin ist eine Option. Daher muss sich die Stadt noch viel mehr anstrengen, um ,das Must' für die Mode zu werden."

Aufbau einer Struktur

Eine Person, die genau daran arbeitet, ist Tanja Mühlhans, die bei der Senatsverwaltung für Wirtschaft für den Bereich Mode zuständig ist. Auch sie erkennt, dass Berlin sich noch nicht mit Modemetropolen messen kann, "die eine jahrzehntelange Tradition vorweisen und bei denen alle moderelevanten Wirtschaftszweige in einer unvergleichlichen Dichte vertreten sind". Ihr geht es deshalb auch um eine langfristige Entwicklung: "Für 2009 ist geplant, jährlich einige Berliner Modedesigner auszuwählen, die Startkapital für Produktion und Messeauftritte erhalten sollen. Wir wollen Schritt für Schritt Rahmenbedingungen für die Modebranche schaffen, die Professionalisierung, unternehmerisches Wachstum sowie das Erschließen neuer Märkte erleichtern."

Berliner Morgenpost, [17.07.2008]


 
Auf der Baustelle am Bahnhof Friedrichstraße gewinnt das "Spreedreieck" inzwischen an Höhe

Bei einem missglückten Grundstücksgeschäft hatte das Land Berlin dem Hamburger Investor Harm Müller-Spreer Areale mitverkauft, die der Bahn gehörten. Müller-Spreer erhielt dafür inzwischen 8,7 Millionen Euro Schadenersatz und die Zusage, statt 15 000 nun 17 500 Quadratmeter zu bauen. Im Bebauungsplan wurden es 20 500 Quadratmeter. Daraufhin musste der Hoteleigentümer auf der gegenüberliegenden Seite der Friedrichstraße vom Land Berlin mit vier Millionen Euro entschädigt werden, weil das neue Haus das Hotel verschattet. Einem weiteren Grundstückseigentümer wurde ein Betrag in Höhe von rund einer Million Euro zurückerstattet. Nach der Sommerpause soll ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss den Sachverhalt um die Baugenehmigung aufklären, Verantwortliche feststellen und Regressansprüche prüfen.

Berliner Morgenpost, [17.07.2008]


 
Sommermenü im neuen Restaurant Relish

Feed the body, nourish the soul – mit diesem Slogan geht seit Mai 2008 das Restaurant Relish im Westin Grand Berlin an den Start. Neu sind nach der umfangreichen Renovierungsphase Konzept, Einrichtung und der Mann an der Spitze. Küchenchef Peter Hampl übernimmt mit der Eröffnung des Restaurants die Regie und präsentiert ein Zusammenspiel von klassischer Lobby-Gastronomie und gehobener Restaurantkultur. Edles Holz, warme Farben und großzügige Fenster sind das Markenzeichen des Relish, das sich in zwei Teile aufgliedert: klein, persönlich und individuell an der Seite zur Friedrichstraße oder großzügig und offen am Fuß der Freitreppe unter dem 30 Meter hohen Glasdach.

Serviert wird Internationales, mit Einflüssen der französischen und asiatischen Küche. Hochwertige Produkte aus dem Land Brandenburg stehen bevorzugt auf der Speisenkarte, deren Rubriken sich etwas anders geben als normalerweise üblich: „Ganz ohne“ (vegetarische Gerichte), „Dafür sind wir bekannt“ (mit der Chef-Tagesempfehlung „Trust me!“) oder „Grün“ (Salate) spiegeln die Vorstellung von Küchenchef Peter Hampl und Hoteldirektor Rainer Bangert von einem unkonventionellem und gehobenen Konzept wieder,

Unser Sommermenü

2003er Grand Toque rosé, Cote de Luberon 0,10l 5 €
Lauwarmer Salat von Pfifferlingen mit Pfirsich, Ruccola und geräucherter Entenbrust
14,00 €

2006er Weissburgunder, Schloss Proschwitz, Meissen 0,10l 5 €
Mosaik von Steinbutt und Ikarimi Lachs in Nage mit englischem Sellerie und Steinchampignons
16,50 €

Erdbeergazpacho mit Eis von Ziegenmilch und Basilikum
6,00 €

1997er Frühburgunder “Selection”, Drautz-Able, Württemberg 0,10l 5 €
Paillard vom Linumer Kalbsrücken mit Hummerragout,
sautiertem Eiskrautsalat und Kartoffelnocken
26,00 €

1995er Müller-Thurgau Eiswein, Saale-Unstrut 0,05l 8 €
Gelierte Weichselkirschen mit grünem Pfeffersorbet
8,00 €

Drei-Gänge-Menü ( Vorspeise, Hauptgang, Dessert ) 40 €
Vier-Gänge- Menü ( Vorspeise, Gazpacho, Hauptgang, Dessert ) 50 €
Fünf-Gänge-Menü 66 €

Auf Wunsch servieren wir Ihnen die korrespondierenden Weine zum Menü.

 
Morgen beginnt die Fashion Week

Es ist Fashion Week und keiner darf hin? Wer sich in den nächsten vier Tagen in den Zelten am Bebelplatz die Mode-Entwürfe für nächsten Sommer anschauen will, braucht eine persönliche Einladung. Und die bekommen nur ganz wenige. Doch keine Angst: Auch für alle anderen gibt es genug Mode zu sehen. Überall in der Stadt finden Ausstellungen, Schauen und Straßenfeste statt.

„Wir sind der Spaßfaktor der Fashion Week“, sagt Christoph Steinweg, und das voller Ernst. Er hat das Straßenfestival „Wedding Dress 3“ für die Wohnungsbaugesellschaft Degewo organisiert. 120 Designer hat er eingeladen, am Sonnabend und Sonntag ihre neuen und alten Kleider in der Brunnenstraße in Wedding zu verkaufen. „Wir wollten uns nicht zurückziehen und Champagner trinken, sondern zusammen mit den Nachbarn feiern.“ Deshalb kommen auch fünf der zwölf Musikbands aus dem Kiez. Die einzige Modenschau dort ist voll aus dem Leben gegriffen. Zwei Wochen lang hat Darryl Natale die bestangezogensten Berliner auf der Straße gecastet. Eigentlich fotografiert der Kanadier gut gestylte Menschen für seine Stilblogseite www.streetclash.blogspot.com, am Sonntag kann man seinen Models um 15 und 16 Uhr beim Flanieren an der Brunnenstraße 65 zuschauen.

Der Berliner Modenachwuchs hat sich rund um die Friedrichstraße versammelt: Im Kaufhaus „Galeries Lafayette“ hängen bis zum 26. Juli die Kollektionen von 13 teils schon bekannten Berliner Labels, darunter C.Neeon, von Wedel & Tiedeken und Pulver. Gleich drei Modeschulen stellen auf dem Boulevard Unter den Linden aus. In der Hausnummer 10 sind Skizzen, Fotografien und Entwürfe von Studenten der Kunsthochschule Weißensee zu sehen, Esmod zeigt in der Nummer 13 das Wohltätigkeitsprojekt „Collection of Hope“ für Afrika und Entwürfe der Absolventen, die schon bei der Esmod-Modenschau am vergangenen Freitag gezeigt wurden. In der Buchhandlung „Berlin Story“, Unter den Linden 26, sind Semesterarbeiten von Schülern der Akademie Mode & Design zu sehen.

Wem Mode allein zu langweilig ist, kann sich eine der vielen Ausstellungen anschauen: Bei der Berliner Designplattform Create Berlin in der Wallstraße 16 steht die Installation „Fleet Being“, die Mode mit Architektur und Kunst verbindet. Konzipiert hat sie Mischa Woeste, die ihr Label Smeilinener auch auf der Fashion Week vorstellt. Und was Kati Schröder zu der Bademode auf Emil Noldes Gemälde „Badestrand“ eingefallen ist, zeigt die Nolde-Stiftung in der Jägerstraße 55 in Mitte.

Wer zwischendurch eine Pause vom Thema Mode braucht, dem sei „Friday13th“ empfohlen: Die drei Kuratorinnen, die alle in der Modebranche arbeiten, haben eine Ausstellung zur Fashion Week zusammengestellt, in der es gar keine Mode zu sehen gibt, sondern Kunst von sieben jungen Künstlern. Bei „Friday13th“ können sich die Schauenbesucher vom Lärm der Mode erholen. Das Motto lautet „Romantik“ und passt sehr gut zum Kronprinzenpalais Unter den Linden und seinem verwunschenen Garten. Hier steht auch die Metallskulptur mit irisierender Oberfläche von Jan Scharrelmann, an die man sich mit einem kühlen Getränk lehnen kann. Und auf der Terrasse grillt das Team vom Grill Royal ab morgen Mittag Hummerschwänze. DJs legen Musik auf, drinnen sind Bilder und Installationen zu sehen.

Außerdem lädt der „Broken Hearts Club“ morgen um 19 Uhr in das Kronprinzenpalais. Schon eine Stunde vor Mitternacht ist Schluss. So sind die Modeleute wenigstens fit für die Schau am nächsten Morgen.

Der Tagesspiegel, [16.07.2008]


 

 
Zwischen Reichpietschufer und Tiergartenstraße entstehen bis Ende nächsten Jahres zehn luxuriöse Stadtvillen und Botschafen

Richtig fein wird das Wohnen am Tiergartenrand: Mit dem Bauprojekt "Diplomatenpark" zwischen Reichpietschufer, Köbis- und Tiergartenstraße soll in Kürze begonnen werden. Bis Ende 2009 entstehen zehn komfortable Stadtvillen, jede mit Tiefgarage, mit Portier und dezenter Videoüberwachung. Dazu werden zwei Botschaften am Landwehrkanal gebaut, die für die Wohnungen wie ein Schallschutz wirken. In eine soll Indonesien einziehen, für die andere sind Verträge noch nicht unterzeichnet.

Größter Bauherr auf dem Gelände ist der Projektentwickler Klaus Groth, der vor 25 Jahren das Projekt Rauchstraße für die Internationale Bauausstellung verwirklichte, dann das benachbarte Tiergarten-Dreieck und das Köbis-Dreieck entwickelte. Mit den Partnern Reggeborgh und Kondor Wessels will er jetzt für insgesamt 42,5 Millionen Euro sechs Häuser mit 67 Wohnungen errichten.

Vier Stadtvillen mit 32 Wohnungen baut der Projektentwickler Diamona & Harnisch, investiert in das Vorhaben einer Mitteilung zufolge 35,5 Millionen Euro. Die Verkaufspreise der Luxuswohnungen liegen pro Quadratmeter nach Angaben der Bauherren zwischen 4500 und 7000 Euro, teilweise wird mit Spitzenwerten von 9500 Euro gerechnet.

Groth teilte mit, vor dem Start der Bauarbeiten seien schon 50 Prozent seiner Villen verkauft, die „ein bisschen nach Hamburger Elbchaussee aussehen“. Beteiligt sind die Architektenbüros Thomas Baumann, Hilmer Sattler und Albrecht, Kahlfeldt, Kollhoff, Lederer Ragnarsdóttir Oei und Thomas von Thaden.

Der Bauherr stellte das Projekt gestern mit dem früheren Senatsbaudirektor Hans Stimmann vor. Der erinnerte an die „bürgerliche“ Tradition des nach dem Krieg brachliegenden Viertels, an die Bauherr Groth vor Jahren mit dem Typus der „Stadtvillen“ angeknüpft habe. Die geplanten Wohnhäuser seien „nicht für die sozial Schwächsten“ konzipiert, man müsse aber alles tun, um die Wohlhabenden in der Innenstadt zu halten, auch sie seien Teil der sozialen Mischung. André Adami von der Beratungsfirma Bulwien Cesa verwies auf die große Nachfrage nach Wohnungen im „Premiumbereich“, viele Käufer stammten aus dem Ausland, etwa aus Skandinavien, Großbritannien, den Niederlanden, Irland oder auch Israel. Er rechne weiter mit großem Interesse der nach Berlin ziehenden finanzkräftigen Elite, auch mit steigenden Preisen, „aber Toplagen werden knapp“.

An eine Toplage für Wohnungen war hier vor der Wende nicht zu denken, das Brachland am Canisiuskolleg war mit dem späteren Köbis-Dreieck als Standort für ein Arbeitsamt im Gespräch. Hans Stimmann und Kristina Laduch vom Stadtplanungsamt Mitte erinnerten an die vor zehn Jahren verworfenen Planungen für eine Grünfläche, entwickelt aus der „Spontanvegetation“ der Nachkriegszeit. Sie war als Erweiterungsfläche des Tiergartens gedacht und hatte schon einen Namen: „Diplomatenpark“.

Der Tagesspiegel, [16.07.2008]