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  Symbol des neuen Berlin

Heute ist von der "größten Baustelle Europas" und der riesigen Wassergrube aus den 90er Jahren nichts mehr zu sehen. Und wer vom Leipziger Platz kommend das erste Mal die imposante Skyline des Potsdamer Platz' betrachtet, ist in jedem Fall beeindruckt. Von hier aus kann man ausgezeichnet die verschiedenen Gebäude-Komplexe unterscheiden. Sie sind alle im Stil der internationalen Moderne gehalten und sollen laut dem damaligen Senatsbaudirektor Hans Stimmann der "neuen europäischen Stadt" aber auch einer "kritischen Rekonstruktion" entsprechen.
 
   
 







  Beisheim Center

Zur Rechten, also auf der Nordseite des Platzes, ragen die beiden Hochhäuser des Beisheim-Centers mit ihren klaren und sachlichen Fassaden in den Himmel. Schon in den Goldenen Zwanzigern standen an dieser Stelle mit dem "Grand-Hotel Bellevue" und dem "Palast Hotel" die beiden ersten Häuser am Platz. So ist es nicht verwunderlich, daß in die beiden Beisheim-Türme mit dem "Ritz-Carlton" und dem "Marriott" wieder zwei erstklassige Hotels zogen. Bei der Errichtung dieses modernen Gebäudeensembles entstand auch ein neuer innerstädtischer Platz – der Inge-Beisheim-Platz. Er ist nach der Ehefrau und Partnerin von Otto Beisheim, dem Bauherrn des Beisheim Centers und Begründers der Handelsgruppe Metro benannt. Wahrzeichen des Inge-Beisheim-Platzes ist die vom israelischen Künstler Gidon Graetz geschaffene Skulptur „Phoenix“, die an die Entstehung des neuen Potsdamer Platzes wie „Phoenix aus der Asche“ erinnern soll.
Im Hinteren Teil dem Tiergarten zugewandt befinden sich zum Beispiel "Strato" der Showroom für Edelküchen oder das Produktionsbüro TV21 von Sabine Christiansen.
 
   
 





  Sony Center

Direkt daneben in westlicher Richtung erschließt sich der 27.000 m² große Gebäude-Komplex des Sony-Centers mit dem zum Platz stehenden, weit sichtbaren Bahntower. Das ganze Center des deutschen Architekten (sitz in der USA) Helmut Jahn umfasst sieben Gebäuden. Sie sind fast ausschließlich aus Glas und Stahl und in ihrer Mitte befindet sich ein lichtdurchfluteter Platz unter dem spektakulären Zeltdach welches als wunderschönes Zitat der Philharmonie gedeutet werden kann. Unter diesem Dach versammelte sich zur Fußball-WM 2006 die halbe Stadt feierte gemeinsam dieses Großereignis. Neben Appartements und Büroräumen sind auf dem Areal viele Cafés wie das "Billy Wilder´s" oder das "Le Comptoir" und Restaurants wie das "Lindenbräu" oder der "Kaisersaal" beheimatet. Der "Kaisersaal" gehörte ursprünglich zum ehrwürdigen "Hotel Esplanade" und war eines der wenigen Gebäudeteile, welches Krieg und Teilung überstanden hatte. Er stand unter Denkmalschutz, leider aber auch 5 Meter zu weit auf der neu konzipierten Potsdamer Straße. Die Lösung war einfach. Man hob den kompletten Saal in die Höhe und zog ihn auf Luftkissen 75 m an seinen jetzigen Platz. Kulinarische Gaumenfreuden kommen hier ebenfalls auf ihre Kosten. Im Lutter & Wegner im Kaisersaal stehen feine Gerichte und ausgesuchte Weine auf der Speisekarte.

Im Jahr 2000 wurde in dem Gebäudeteil, welches der Potsdamer Straße zugewandt steht, das Filmmuseum Berlin mit dem Kino Arsenal und einer filmspezifischen Bibliothek eröffnet. Hier werden regelmäßig wechselnde Dauerausstellungen mit Exponaten aus der gesamten deutschen Filmgeschichte gezeigt. Eine ganz andere Ausstellung findet man gleich nebenan – im Legoland-Discovery-Centre ist von Drachenburgen über Dschungelwelten bis zu den berühmtesten Berliner Sehenswürdigkeiten alles aus den kleinen, bunten Steinen gebaut. Im ovalen Forum, das sich als Teil des öffentlichen Stadtraumes versteht, kann man im Sony Style Store auf vier Etagen die Zukunft der multimedialen Unterhaltung begutachten. Im gesamten Sony Center gibt es kostenlosen WLAN-Empfang, womit es für viele Touristen und Studenten zu einem interessanten Treffpunkt geworden ist.
 
   
 





  Quartier Potsdamer Platz

In südlicher Richtung, auf der gegenüberliegenden Seite der Potsdamer Straße, befindet sich das Gelände des Quartiers Potsdamer Platz, das mit seinen rund 70.000 m² den beherrschenden Gebäudekomplex am Platz darstellt.
1991 schrieb der Senat von Berlin einen städtebaulichen Wettbewerb für das gesamte Areal um den Potsdamer Platz aus. Der ausgewählte Entwurf des Münchner Büros Hilmer und Sattler formulierte für den Wettbewerbsbereich, einschließlich des damaligen Daimler-Chrysler-Areals, die konkreten Vorgaben. An diesen mußte sich Stararchitekt Renzo Piano mit seinem Entwurf orientieren. Als größten Vorzug gegenüber den anderen Entwürfen sah die Kommission die hervorragende Lösung rund um den neu gestalteten Marlene-Dietrich-Platz und die fließende Anbindung des Areals an das Kulturforum.
Das Quartier Potsdamer Platz ist zum größten Teil mit einer Terracotta-Fassaden verkleidet die eine warme und einladende Atmosphäre ausstrahlt. In fast allen Gebäuden gibt es im Erdgeschossbereich Arkaden, und die Straßen haben bis zu acht Meter breite Fußwege mit viel Platz für die unterschiedlichsten Veranstaltungen im Freien. Als Krönung prägt der so genannte „Piano-See“ das mediterrane Klima des Areals.

Das Gelände funktioniert wie eine kleine Stadt mit Einkaufsmöglichkeiten, Entertainment, Hotels, Restaurants, Bars und Cafés. Für das Amüsement sorgen zum Beispiel der Nachtclub "Adagio", das "Bluemax Theater" der Blue Man Group oder die Spielbank Berlin, welche auf vier Etagen einen Hauch von Monte Carlo und Vegas an den Marlene-Dietrich-Platz zaubert. Das Theater am Potsdamer Platz gehört mit seinen 1800 Sitzplätzen zu einem der größten in Deutschland und sorgte im Juli 2002 für ein Novum, als das Disney-Musical "Der Glöckner von Notre Dame" nicht in London oder New York sondern hier in Berlin uraufgeführt wurde.
Natürlich darf ein Kino nicht fehlen. Das CinemaxX am Potsdamer Platz mit seinen 19 Säälen ist eines der größten in der Stadt und alljährlicher Mittelpunkt der "Berlinale" und des "Fantasy Film Festivals". Für das leibliche Wohl findet man im Quartier alles von gehobener Küche (Vox Restaurant, FAcil) über Coffeeshop (Starbucks, Segafredo) bis zu den zahlreichen Bistros und Cafés.
 
   
 




  Die Arkaden – über 10 Jahre Shopping

Das Centrum des Quartiers bilden die Potsdamer Platz Arkaden, wo man die leichte Architektur von Renzo Piano einmal ganz entspannt von innen betrachten kann. Für den Shopping-Willigen sollten in diesem Boulevard keine Wünsche offen bleiben, denn was sich hier auf den drei Ebenen versammelt hat, kann man getrost das who is who der großen Ladenketten nennen. Ob Zara, Mango, H&M oder Bennetton - alle sind sie da, und manche Geschäfte erstrecken sich sogar über mehrere Etagen. Damenmode findet man bei HOUSE OF GERRY WEBER, Schuhmode sowie Taschen und Accessoires bei Schuhtick. Bücher gibt es bei Hugendubel, Schmuck bei Swarovski, Christ oder Sergio Engel und Blumen beim traditionsreichen Familienbetrieb Damerius. Und daß man bei "Caffé e Gelato" das angeblich beste Eis der Stadt genießen kann, ist wahrscheinlich auch kein Geheimtipp mehr.

Zwei Gebäude stechen optisch aus dem schlüssigen Ensemble hervor.
Das ehemalige Weinhaus Huth steht seit 1912 als einziges unversehrt an diesem Ort und beherbergt heute das renommierte Restaurant Diekmann. Das von Hans Kollhoff im New Yorker Backsteinstil entworfene Hochhaus ermöglicht von der Dachterrasse (103m) einen guten Überblick über den Potsdamer Platz und seine Umgebung. Laut Eigenaussage enthält es übrigens den schnellsten Aufzug Europas.
 
   
 

  Verweilen

Rund um den Potsdamer Platz wurden viele kleine Ecken zum Verweilen geschaffen. Diese werden mit der Zeit auch immer häufiger genutzt. So war zum Beispiel der Tilla-Durieux-Park bis vor kurzem noch ein leerer, seltsamer Grashügel zwischen zwei Straßen. Doch seit dem Sommer 2006 und dem damaligen Fußball-WM-Fieber ist er gut bevölkert von erschöpft pausierenden Touristen. Sie sitzen dann genau dort, wo sich seit dem 19 Jh. der Alte Potsdamer Bahnhof befand und wo heute unterirdisch der Tiergartentunnel verläuft. Auch andere historische Verweise und Zitate gibt es hier zuhauf - man muß sie nur lesen können. Beim Nachbau der ersten Ampel Deutschlands sollte es da keine Probleme geben. Beim alten Sandsteinsockel an der Ecke Stresemannstraße ist das schon schwerer. Auf ihm sollte 1951 eine Liebknecht-Statue platziert werden, da an diesem Platz der Arbeiterführer 1916 eine Antikriegsrede gehalten hatte (es kam aber nie dazu). Heute steht der Sockel frisch gesäubert als eine Art Aufforderung an jeden, er dürfe nun den Sockel besteigen, sofern er etwas zu sagen habe. Wenn er das tut steht er direkt dort, wo früher einmal der größte Vergnügungstempel Deutschlands ("Haus Vaterland") stand und heute eine Lichtinstallation im Haus Nr. 10 dem Platz sein urbanes Flair verleiht.

An der Ecke Stresemannstraße befindet sich auch 123gold.de. Hier findet man Trauringe in individueller Vielfalt und bester Markenqualität zu Traumpreisen.
 
   
 

  Leipziger Platz

Zurück am Leipziger Platz kann man noch einmal den umwerfenden Blick auf das neue Ensemble des Potsdamer Platzes werfen und sich dann in Richtung Friedrichstraße dem alten Zentrum Berlins zuwenden. Hierbei durchquert man den Platz, welcher früher einmal bedeutender und beliebter als der Potsdamer Platz war.

Noch ist das historische Achteck nicht ganz geschlossen. Doch wenn es dann soweit ist, wird die Weitläufigkeit dieses Areals einen erholsamen Gegensatz zur städtischen Enge des benachbarten Potsdamer Platzes und die Nahtstelle zur Einkaufsmeile Friedrichstraße bilden. Dort, wo früher das legendäre Warenhaus Wertheim stand soll ein Shopping-Center entstehen und schon heute befinden sich in direkter Umgebung vereinzelte Geschäfte und Café, so zum Beispiel die Bar "Eleven" und das Restaurant "maoa". Spätestens im Jahr 2012 soll der Leipziger Platz fertig sein und dann wird Berlin mit Sicherheit um eine kleine Attraktion reicher sein.

 
   
   
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