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Show-Tornado "Yma" mit Spannung erwartet
Weltpremiere am 2. September 2010 im FriedrichstadtPalast

Der Show-Tornado nimmt unaufhaltsam Kurs auf Berlin. Mit "Yma - zu schön, um wahr zu sein" feiert der FriedrichstadtPalast in zwei Tagen die wohl bedeutendste europäische Show-Premiere des Jahres und das Interesse des Publikums ist enorm: "Wir haben jetzt schon über 110.000 Tickets verkauft", freut sich Dr. Berndt Schmidt, Intendant des FriedrichstadtPalastes und Produzent der neuen Show. "Wir merken, dass jeder mit Spannung erwartet, was im FriedrichstadtPalast gezeigt wird", so Schmidt.

Auch bei den Prominenten ist das Interesse groß. Neben zahlreichen Mitgliedern des Deutschen Bundestages, vielen Exzellenzen der Botschaften in Berlin und Berliner Senatoren haben nach jetzigem Stand ihr Kommen unter anderem ebenfalls zugesagt (in alphabetischer Reihenfolge): Wolfgang Bahro, Inka Bause, Senatorin Carola Bluhm, Caroline Beil, Ullrich Deppendorf, Jenny Elvers-Elbertzhagen, Kim Fisher, Ulrike Frank, Dagmar Frederic, Jil Funke, Thomas Hermanns, Andrej Hermlin, Isabell Horn, Wolfgang Kohlhaase, Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Maja Maneiro, Kristin Meyer, Ulrich Meyer, Michael Michalsky, Dr. Brigitte Mohn, der Präsident des Abgeordnetenhauses Walter Momper, Nana, Carmen Nebel, Natascha Ochsenknecht, Anouschka Renzi, Katja Riemann, Kulturstaatssekretär André Schmitz, Susan Sideropoulos, Susanne Uhlen und der Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit.

Knapp 600 Menschen haben an dieser Mega-Produktion auf der größten Theaterbühne der Welt mitgearbeitet. Allein jedes Girlreihen-Kostüm wurde in Handarbeit mit circa 200 Glitzersteinen bestickt. Auch das Bühnenbild ist nicht minder beeindruckend: 312.000 LED-Lampen bringen die Bühne zum Strahlen, ein zehn Meter hoher Boxenturm mit fast vier Tonnen Gewicht wird aufgefahren oder auch eine Röhre für Feuerartistik mit einem Durchmesser von acht Metern.

Für den Premierenansturm hat sich der FriedrichstadtPalast gewappnet: Erstmals wird in Kooperation mit "in Das STAR & STYLE Magazin" vom Roten Teppich live ins Internet berichtet. Was auf diesen insgesamt knapp 70 Metern roten Stoffs passiert, können Sie am Premierenabend auf der Website des FriedrichstadtPalastes unter www.show-palace.eu und unter www.in-starmagazin.de verfolgen.

Fotos: Stephan Gustavus
Neuer Buddy Bär zur 62. Berlinale
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt.
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 

 
Gemütliches Warm Up für die Berlinale 2012
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale.
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Business Lunch im Scandic Berlin Potsdamer Platz
Täglich von 12:00 – 14:30 Uhr im á la carte Restaurant in der Bar

Das Angebot setzt sich aus täglich wechselnden, frisch zubereiteten Speisen zusammen.
Täglich von 12:00 – 14:30 Uhr im á la carte Restaurant in der Bar

Das Angebot setzt sich aus täglich wechselnden, frisch zubereiteten Speisen zusammen. Unser Küchenchef Jörg Wangemann und sein Team haben sich Gedanken gemacht, unseren Business Lunch für Sie noch interessanter und schmackhafter zu gestalten.

Tellergericht inkl. Wasser oder Saft (0,2l) 8,50 €

Tellergericht inkl. 1 Heißgetränk 10,00 €

>> hier finden Sie den aktuellen Business Lunch

 

 

 
Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte

Vom 09. bis 19. Februar 2012 findet die 62. Berlinale statt. Passend zu einem der wichtigsten Events der internationalen Filmindustrie, ist die neuste Buddy Bär Miniatur "Filmstadt Berlin" erhältlich. Der Bär zeigt berühmte Motive der Berliner Filmgeschichte.

Neben Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" oder den Klassikern "Metropolis" und "M – eine Stadt sucht einen Mörder", sind der Potsdamer Platz und der Zoo Palast als aktuelle Schauplätze von Premierenfeiern und Filmfestspielen zu sehen.

Berlin schaut auf eine lange Filmtradition zurück und ist heute eine wachsende lebendige Filmstadt. Jedes Jahr entstehen hier rund 300 neue Filmproduktionen. Zahlreiche Synchronisationsstudios sowie mehrere hundert Film- und Fernsehproduktionsfirmen sind hier ansässig.

 
Nicht nur das Podium machte dieses Mal einen leicht müden Eindruck

"Ziehen Sie sich warm an“, empfahl Dieter Kosslick auf der diesjährigen Pressekonferenz zur bevorstehenden Berlinale. Vorbildhaft trägt er selbst im überheizten Saal des Bundespresseamts wie immer einen schützenden Schal um den Hals. So gemütlich und saturiert geht es bekanntlich nicht überall auf der Welt zu.

Aufbrüche und Umbrüche hätten das Programm der 62. Internationalen Festspiele Berlins entsprechend kuratiert, so Dieter Kosslick, zahlreich die Geschichten um Aufstände und Revolutionen. Aus allen Teilen der bekannten und unbekannteren Welt erreichen uns Nachrichten von oft schmerzhaften gesellschaftlichen Umbrüchen, die, folgt man Kosslick, durchaus aber auch vergleichbar sind.

Geld und die Rettung des Selbst

Denn wenngleich es im Schlafzimmer von Hosni Mubarak kurz vor dem Sturz des Herrschers wahrscheinlich nicht ganz so sexy zuging, wie bei Marie Antoinette in dem Eröffnungsfilm „Les adieux à la reine“, am Ende geht es um Geld und die Rettung des Selbst. Da solche gesellschaftlichen Umbrüche stets eine Geschichte haben, wird es quer durch alle Sektionen Filme geben, die politische Entwicklungen, die Teilhabe an der Macht, über lange Zeiträume betrachten.

In besonderer Weise gilt dies wohl für den zuletzt für den Wettbewerb nominierten „White Deer Plain“ des chinesischen Regisseurs Wang Quan’an, die Adaption eines umstrittenen Buchs über die chinesische Geschichte. Angesichts von Zeit und Raum, die es da zu bewältigen gilt, erscheinen dreieinhalb Stunden Laufzeit tatsächlich nicht sehr lang.

Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen

Ob sich das epische Werk deshalb als Kurzfilm klassifizieren lässt, wie Kosslick es auf seine zum Scherz drängende Weise tut, sei dahingestellt. Nicht alle Kalauer Kosslicks gelingen eben, doch ohne seine Koketterien („Wie heißt das noch mal, wo man beim Telefonieren die Leute sehen kann?“) und grenzwertigen Kommentare wäre der Unterhaltungswert der Pressekonferenz nicht mehr messbar.

Allerdings ist die immer gleiche drängende Frage der Journalisten nach den Stars angesichts der gerade vorgestellten thematischen und formalen Vielheit der Filme ja auch nicht wirklich originell. Ganz neu ist in diesem Jahr dagegen das „Berlinale Special“ im Haus der Berliner Festspiele. Hier wird unter anderem das Bosnien-Drama von Angelina Jolie zu sehen sein, und nach den Abendvorstellungen besteht die Möglichkeit, mit den Filmemachern zu diskutieren.

Weiterhin gibt es aber zahlreiche Künstler, die nicht zur Berlinale kommen können, weil sie in ihren Heimatländern festgehalten werden, wie etwa der iranische Regisseur Jafar Panahi oder der chinesische Künstler Ai Weiwei. So ernst kann man Kunst auch nehmen.

Berliner Zeitung, [01.02.2012]

 
Täglich von 12:00 – 14:30 Uhr im á la carte Restaurant in der Bar

Das Angebot setzt sich aus täglich wechselnden, frisch zubereiteten Speisen zusammen. Unser Küchenchef Jörg Wangemann und sein Team haben sich Gedanken gemacht, unseren Business Lunch für Sie noch interessanter und schmackhafter zu gestalten.

Tellergericht inkl. Wasser oder Saft (0,2l) 8,50 €

Tellergericht inkl. 1 Heißgetränk 10,00 €

>> hier finden Sie den aktuellen Business Lunch

 
Konzernchef Grube ist dagegen, das Dach wie ursprünglich vorgesehen zu verlängern

Es war eine schöne Idee: Fahrgäste aus der 1. Klasse bei Regen oder Schnee von einem Schirmserviceteam abholen oder zum Zug bringen zu lassen. Verwirklicht hat die Bahn den Vorstoß der damaligen Bahnhofsmanagerin aber nie. Und so werden die Kunden mit den teuersten Fahrkarten am Hauptbahnhof auch heute noch nass, wenn es schüttet. Denn ausgerechnet die Wagen der 1. Klasse halten beim langen ICE außerhalb des verkürzten Daches. Dabei soll es auch bleiben; eine in den kommenden Jahren erforderliche Sperrung der Gleise will die Bahn nicht nutzen, um das Dach doch noch zu verlängern.

Zwischen 54 Millionen Euro und 58 Millionen Euro würde es kosten, das Dach auf die einst vorgesehene Länge von 430 Metern zu bringen, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube dem Tagesspiegel.

Jetzt misst es lediglich 321 Meter. Das Geld müsste aus dem Topf genommen werden, den der Bund für Investitionen bei der Bahn füllt.

2007/2008 hatte sich auch der Bundestag mit dem Dach des Hauptbahnhofs beschäftigt, dessen Kürzung während des Baus vom damaligen Bahn-Chef Hartmut Mehdorn angeordnet worden war. Er wollte Geld und Zeit sparen, denn der Bahnhof sollte zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland fertig sein. Den Terminplan hat man dann auch geschafft; gespart hat man aber nicht viel, denn auch das Ändern der Baupläne verschlang eine Menge Geld. Und die Teile fürs komplette Dach waren bereits produziert und mussten auch bezahlt werden. Heute lagern sie unter den Viadukten am Ostbahnhof.

Das Verlängern des Daches ist aber nicht nur ein finanzielles, sondern auch ein logistisches Problem. Um bauen zu können, müsste ein aufwändiges Gerüst errichtet werden, weshalb die Gleise zumindest vorübergehend gesperrt werden müssten. Auch dagegen hat sich die Bahn bisher gewehrt. Doch nun sind Sperrungen unumgänglich.

Am Hauptbahnhof müssen, wie berichtet, Verbindungsteile der sogenannten festen Fahrbahn aus Beton komplett erneuert werden, weil sich Schrauben gelockert haben. Jetzt wurde zunächst repariert und das Tempo auf den Fern- und Regionalgleisen auf 40 km/h gedrosselt, doch 2015 sollen neue Teile eingebaut werden, was nur in Sperrpausen möglich ist. Ob es dann auch möglich wäre, in dieser Zeit das Gerüst für eine Dachverlängerung aufzustellen, ist – noch – nicht geprüft worden. Noch steht auch nicht fest, wie lange der Verkehr beim Aus- und Einbau der Verbindungsteile, die das Gewicht der Züge aufnehmen und so die Schienen an den Brückenübergängen entlasten, unterbrochen werden muss.

Zumindest von außen fällt das verkürzte Dach, an dem sich auch Thomas de Maizière gestört hatte, als er noch als Chef des Bundeskanzleramts in einem Büro mit Blick auf den Hauptbahnhof saß, eines Tages kaum noch auf, wenn es von mehr oder weniger schönen Gebäuden verdeckt wird, Das Bundesbauministerium hatte sich 2008 für die Verlängerung eingesetzt, den Abgeordneten des Bundestages waren die Kosten dann aber doch zu hoch.

Der Tagesspiegel, [30.01.2012]

 
Bei beißender Kälte und Schneefall luden Berliner Museen zur Langen Nacht

Als Eva Hausknecht zum letzten Mal in solch einer engen Grenzabfertigungskabine stand, bekam sie einen Lachkoller. Das war am 1. Dezember 1989, wenige Wochen nach dem Fall der Mauer, und die Goslarerin musste zu einer Tagung nach Ostdeutschland. „Ich hatte die fünf Mark Einreisegebühr als Münzgeld in der Hand, doch sie passten nicht durch den schmalen Schlitz unter dem Sicherheitsglas“, erinnert sich Hausknecht. Da habe sie vor der Grenzbeamtin einen Lachanfall bekommen. „Ich musste daran denken, wie ich wenige Wochen zuvor in so einer Situation noch total panisch reagiert hätte und musste immer mehr lachen."

Mehr als 20 Jahre später wirkt sie sehr gelassen.

Auch wenn der Besuch des Tränenpalasts nicht gerade sehr angenehme Erinnerungen an zahlreiche angsterfüllte Grenzkontrollen in Hausknecht wachruft – doch wiedersehen wollte sie ihn.

Eva Hausknecht ist an diesem Samstagabend mit ihrem Sohn Joachim auf der 30. Langen Nacht der Museen unterwegs. Der Tränenpalast ist die erste Station von Mutter und Sohn, die sich über diese besondere Gelegenheit freuen: Denn die ehemalige Ausreisehalle am Bahnhof Friedrichstraße nimmt erstmals an der Langen Nacht teil, da hier erst im September 2011 nach der Sanierung des Hauses die Ausstellung „GrenzErfahrungen. Alltag der deutschen Teilung“ eröffnet wurde.

Bereits um kurz nach 18 Uhr, direkt zu Beginn der Langen Nacht, betreten nach und nach immer mehr Menschen den Tränenpalast. Sie schütteln sich den Schnee von Mützen und Jacken und freuen sich über die Wärme im Museum, denn draußen hat es bei Minusgraden angefangen, leicht zu schneien.

Wer an diesem Abend zu Fuß unterwegs ist und die beißende Kälte im Gesicht spürt, ist froh, wenn er dick angezogen ist. Oder wenn er bequem und warm in einem der Shuttlebusse sitzt, die die Besucher vom logistischen Zentrum am Kulturforum auf sechs Routen zu den 70 teilnehmenden Häusern innerhalb des S-Bahn-Ringes bringen. „Es ist immer sehr charmant in diesen Bussen“, sagt Sigrid Peter. „Es herrscht eine nette Atmosphäre, man unterhält sich schon mal untereinander und es passen immer zehn Menschen mehr hinein als man denkt."

Sigrid Peter ist mit Günter Paus schon zum zehnten Mal auf der Langen Nacht dabei, die beiden sind quasi alte Hasen. Gerade schauen sie sich die Ausstellung zur deutschen Geschichte im Historiale Museum Unter den Linden an, auch dieses Haus nimmt zum ersten Mal teil. „Mehr als vier Museen in Ruhe anzusehen schafft man einfach nicht“, weiß Sigrid Peter. Für dieses Mal haben sie und ihr Begleiter sich noch die Humboldt-Box und das Deutsche Historische Museum vorgenommen – mit dem Bus, auch wenn beide Ziele nur wenige Hunderte Meter weit weg sind.

Dabei ist es trotz der Kälte eine besondere Erfahrung, in dieser Nacht unterwegs zu sein. Auch wenn viele Gehwege wegen des steten Schneefalls zunehmend rutschiger werden und es schon fast ein kleines Abenteuer ist, die Schlossbrücke mit nicht besonders stark profilierten Schuhen zu überqueren.

Touristen fotografieren sich im Schneetreiben unter den starken Scheinwerfern vor dem Eingang des Automobil-Forums, das mit der Fotoausstellung „Riten des Lebens“ und mehreren Musikbands an der Langen Nacht teilnimmt. Kinder formen begeistert kleine Schneebälle, singen „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ und an der Ecke Friedrichstraße/Unter den Linden spielt ein junger Mann Trompete – fast könnte wieder Weihnachten sein.

Einen besonders starken Eindruck ruft inmitten der fallenden Flocken die Wort-Licht-Installation „Lumières“ am Reiterdenkmal Friedrich des Großen Unter den Linden hervor, die noch bis Sonntagmorgen zu sehen ist. Da sich der Geburtstag des Preußenkönigs am 24. Januar zum 300. Mal jährte, widmet sich die Lange Nacht mit vielen Angeboten dem Alten Fritz.

Gelbe Beamer-Strahlen werfen rechts und links vom Reiterdenkmal französische Verse aus Friedrichs Feder und deren deutsche Übersetzung an die Fassaden der Humboldt-Universität. „Die Ruhe ist erlaubt, aber nur unter Lorbeeren“ heißt es da unter anderem. – Wie schön, ein Hauch Sommerfantasie inmitten des Wintereinbruchs.

Wer diesem entkommen will, flüchtet ins Deutsche Guggenheim. Hier entspannen sich die Besucher bei warmen Temperaturen und leiser Musik in blauen Liegestühlen. Ein gar nicht mehr ganz so junges Paar küsst sich ausdauernd und zärtlich, als läge es am Strand. Ansonsten sind hier eher auffällig viele junge Besucher unterschiedlicher Nationalitäten unterwegs, angelockt von der lebendig und modern präsentierten Ausstellung „Found in Translation“ über interkulturelle Verständigung.

Sommer herrscht auch im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums – anlässlich der Ausstellung „Unter Bäumen. Die Deutschen und der Wald“ wurde in dem großen Hof mit Vogelgezwitscher und Videos eine fast verträumte Waldatmosphäre geschaffen. Zwei junge Mädchen werfen sich hier übermütig auf den Boden und lachen, als würden sie ins weiche Moos fallen.

Weniger zu lachen haben zum gleichen Zeitpunkt all die Besucher, welche die Alte Nationalgalerie auf der Museumsinsel besuchen wollen. Da aus Sicherheitsgründen nur 500 Personen im Haus erlaubt sind, hat sich vor dem Eingang eine lange Schlange gebildet.

Dass das kleine Schild, das darüber informierte, dass es Eintrittskarten nur im Alten Museum gibt, in der Dunkelheit nur sehr schwer zu erkennen ist, ärgert vor allem die Besucher, die diesen Hinweis übersehen. Sie erfahren erst nach einer langen Wartezeit unmittelbar am Eingang, dass sie ohne Ticket nicht eingelassen werden. Wer schon vorher ein Ticket hatte, hat Glück. Und kann an zahlreichen Führungen teilnehmen.

Zum Beispiel mit dem Kunsthistoriker Andreas Knüppel, der Führungen zum Thema „Friedrich der Große in den Werken Adolph Menzels“ anbietet. Sympathisch gemacht und informativ ist sein Vortrag an den Gemälden „Ansprache Friedrichs des Großen an seine Generale vor der Schlacht bei Leuthen“ und „Flötenkonzert Friedrich des Großen in Sanssouci“ – sehr lang allerdings nicht. „Die Führungen an normalen Tagen sind wesentlich länger und ausführlicher“, sagt Knüppel.

Denn die Lange Nacht ist für die teilnehmenden Museen natürlich nicht zuletzt ein wichtiges Werbeinstrument. Dass sie als solches funktioniert, beweist die konstant hohe Besucherzahl. Nach Erwartungen der Veranstalter werden es trotz der winterlichen Verhältnisse und mancher dadurch bedingter Verspätungen der Shuttle-Busse auch in dieser Nacht bis zum Ende um 2 Uhr morgens wieder gut 30.000 Besucher sein.

Nach 30 Langen Nächten und 15 Jahren waren es damit insgesamt mehr als eine Million Besucher. Das einmillionste Ticket hat an diesem Samstagabend eine Frau aus Friedenau an einer der Abendkassen am Kulturforum gekauft. Als Preis darf sie mit ihrer Tochter für drei Tage nach Budapest fliegen und die dortige Lange Nacht der Museen besuchen. Da diese im Juni stattfindet, müssen sich die Gewinnerinnen dann um warme Kleidung sicherlich keine Gedanken mehr machen.

Der Tagesspiegel, [28.01.2012]

 
Patrick Blanc hat ein Stück Regenwald nach Berlin gebracht

Es plätschert beruhigend und das Auge bekommt etwas zu sehen. 6.672 Pflanzen wachsen senkrecht an einer 15 Meter breiten und 18 Meter hohen Wand, ein mit Pflanzen gemalter Dschungel, eine faszinierende Komposition. Diagonal ziehen sich ganze Pflanzenkohorten über das lebendige Gemälde. Patrick Blanc, der Schöpfer dieser „Mur Végétal“, klettert vom Gerüst, nachdem er einem französischen Fernsehteam alles erzählt hat, die Haare grün gefärbt und ein Glas Champagner in der Hand. Patrick Blanc kam vor Weihnachten nach Berlin, um im Kulturkaufhaus Dussmann die letzten Arbeiten an der großen Wand im Veranstaltungsraum zu überprüfen, dort, wo die Sphinx steht.

Die bekommt jetzt einen tropischen Hintergrund. Patrick Blanc malt mit Blumen ein lebendiges Gemälde, das hier bei Dussmann erstmals auch mit fünf dezenten Wasserfällen und Fischen arbeitet. Es ist – nebenbei bemerkt – die größte Gartenwand, die er in Europa je in einem Gebäude gestaltet hat.

„Mittlerweile werde ich eingeladen, um ein Projekt zu realisieren. Ich reise an, schau mir den Ort und die Bedingungen an und dann entscheide ich und schlage vor, was zu tun ist. So etwa in Bahrain. Dort habe ich mir die Stadt angeschaut und auf der Grenze zwischen Alt- und Neustadt ein ,Grünes Tor‘ entworfen, das an die Tradition der Oasen erinnert. In Berlin wollten sie die Wand erst niedriger haben, aber das geht gar nicht. Man muss einfach in diesem Fall die ganze Wand bespielen. Beim Hotel Athenaeum in London am St. James Park wollten sie die ganze Fassade begrünt haben, doch dort habe ich gesagt, nur die Ecke, das hebt das Ganze besser hervor und setzt einen Akzent. Manchmal ist weniger mehr und umgekehrt. In Berlin ist es eben mehr geworden."

Patrick Blanc kennt sich mit Pflanzen aus. Alexander von Humboldt hätte seine Freude daran gehabt, ihn kennenzulernen. „Als ich fünf, sechs Jahre alt war, faszinierten mich Pflanzen und Fische. Tropische Fische sind in der Regel klein, also kann man in einem kleinen Aquarium eine ganze große Welt erschaffen. Man braucht dazu noch Pflanzen und Licht.“ Später hat er auf dem Gymnasium in der „Deutschen Aquarien- und Terrarienzeitschrift“ (DATZ), die er noch immer liest, erfahren, dass Pflanzen das Wasser von Nitraten reinigen können. „Das hat mich fasziniert. Man sollte Philodendron mit den Wurzeln ins Wasser setzen, um es zu reinigen. Ich habe ein paar Philodendren bei meiner Mutter im Wohnzimmer abgeschnitten und ins Wasser gesetzt. Und siehe da, die Pflanze ist von selbst gewachsen, wurde immer größer, ich hatte nichts damit zu tun, keine Arbeit, nichts. Und die Pflanze war schön anzuschauen. Heute reinigen viele die Wasserbecken mit Pflanzen. Anfang der sechziger Jahre war das neu."

So kommen die Tropen an die Wand

Später musste er die Pflanze an der Wand befestigen, da sie immer größer wurde. „Dann habe ich weitere Pflanzen hinzugefügt, die ohne mich weiterwuchsen, später auch an der Wand, so entstand allmählich die ,Mur végétal‘, die ohne alles wächst. Damit war die Idee des vertikalen Gartens geboren. Und ein Jugendtraum war Wirklichkeit geworden."

Nun kehrt der promovierte Botaniker und Spezialist für tropische Pflanzen in Berlin zu seinen Anfängen zurück, denn erstmals fügt er ein 16.200 Liter fassendes Becken mit Fischen am Fuß der grünen Wand hinzu. „Jetzt ist es hier ein wenig so wie bei mir zu Hause“, sagt er freudestrahlend. Fische, Wasser und Pflanzen, das erinnert an Asien. „Ich bin durch Asien inspiriert, ganz klar. Ich bin mit 19 nach Thailand und Malaysia gereist, um die tropischen Wälder zu studieren."

Aber wie kommen die Tropen an die Wand? In Berlin kommen 6672 tropische Pflanzen zum Einsatz, insgesamt 157 Arten, darunter Philodendron, Clivie, Begonie und Rachenrebe. Er zeigt einen Ordner mit filigranen Zeichnungen, dünne Formen, die von links unten nach rechts oben ansteigen, und in dem auf jeder neuen Seite neue Formen hinzukommen. In diese Formen sind mit Bleistift jede Menge Pflanzennamen geschrieben. „Die Wasserfallpflanzen sind gesetzt, die müssen unten hinkommen, sie brauchen das Wasser direkt.“ Ganz oben kommen die Pflanzen hin, die nach oben noch wachsen müssen, da ist auch noch Raum zur Ausdehnung. Dann kommen die floralen Formen, Gruppen von Pflanzen, die zusammenpassen, die sich vertragen, die ein reizvolles Ornament abgeben.

Die Geschwindigkeit des Wachstums und das potenzielle Volumen der Pflanzen müssen bei der Planung bedacht werden. Die letzte Seite im Ordner ist voller Formen und Pflanzennamen, für den Außenstehenden ein verwirrendes Bleistiftkrickelkrakel, für Blanc eine perfekte Blaupause für ein Bild. „Ich sehe meine Zeichnung dreidimensional und in Farbe, ich kenne ja meine Pflanzen“, sagt er mit einem wissenden Lächeln. Er genießt das Unvermögen seines Gesprächspartners, aus diesem schriftlichen Konzept ein farbiges Bild zu sehen. Doch das wächst an der Wand. Noch kann man sehen, wie die Pflanzen gesteckt werden, noch muss er einige platzieren und dann wächst das Ganze an.

Vertikale Gärten auf allen Kontinenten

Die Wand besteht aus einem zweilagigen Gitter, das jeweils mit Filz verkleidet ist. In den Filz werden Schlitze geschnitten und darin werden die Pflanzen gesteckt. Ein subtiles Bewässerungssystem oben an der Wand hält den Filz feucht, an fünf Stellen bildet sich wirklich ein kleiner Wasserfall, der nicht nur für Feuchtigkeit sorgt, sondern das beruhigende Plätschern erzeugt. „Der feuchte Filz schluckt den Staub und säubert die Luft. Mikroorganismen werden sich ansiedeln und die Wand beleben. Und ich sage Ihnen, es werden auch Schmetterlinge, Bienen und Vögel kommen. Das war bei anderen Projekten auch so. Ich schaffe mit solch einem vertikalen Garten eine große Biodiversität."

Pflegeleicht ist solch eine Wand auch, im Prinzip wachsen die Pflanzen vor sich hin, vielleicht muss man in dem konkreten Fall alle drei Jahre einmal schauen und einige Pflanzen beschneiden.

Für Patrick Blanc ist diese Wand bei Dussmann nach dem quadratischen Fenster in der Fassade von Galeries Lafayette in der Friedrichstraße das zweite Projekt in Berlin. Die Wand wächst dort, wo einst eine Wasserwand war, die nicht mehr funktionierte. Frau Dussmann – eine große Naturliebhaberin – hatte sich entschlossen, mit einem Vertikalen Garten die Natur ins Haus zu holen. Die Wasserfälle sind eine Reminiszenz an das alte Wasserspiel.

Blanc kann inzwischen auf ein breites Oeuvre auf allen Kontinenten zurückschauen. Entscheidend war eine Einladung der Pariser Fondation Cartier, eine Außenwand des Museums zu begrünen. Das gefiel dem Architekten Jean Nouvel, der den Künstler für die Fassadenbegrünung des Verwaltungstraktes des Musée Quai Branly in Paris gewann. Der Designer Andrée Putman engagierte ihn 2001 für die Lobby des Pariser Hotels „Pershing Hall“. Von da an bekam er Nachfragen auf allen Kontinenten, von Privatleuten, Institutionen und Firmen. „Vertikale Gärten gibt es jetzt viele“, sagt Blanc, „allein in Rio gibt es zig Boutiquen, die auf zwei mal drei Metern eine Wand begrünen. Aber das ist nicht vergleichbar mit meiner Arbeit. Das ist pure Vegetation."

Der Tagesspiegel, [21.01.2012]

 

 
Ausstellung im Automobil Forum Unter den Linden vom 3. Februar bis 4. März 2012

Mit rund 1,4 Millionen verkauften Cabriolets gehört Volkswagen zu den erfolgreichsten Herstellern offener Autos. Vom 3. Februar bis 4. März zeigt eine Ausstellung im Berliner Automobil Forum Unter den Linden erstmals Cabriolet-Ikonen des Konzerns aus sieben Jahrzehnten. Vom legendären Käfer Cabriolet, das bereits 1949 in Serie ging, bis zum aktuellen Golf VI Cabriolet in der Exclusive-Version aus dem Jahr 2012 spannt sie mit 16 Fahrzeugen und vielen Designskizzen den Bogen einer Erfolgsgeschichte, die das Reisen unter freiem Himmel demokratisierte.

Für viele Autofahrer ist ein Cabrio der Traum vom Fahren schlechthin. Es vereint höchste automobile Design-Ästhetik mit grenzenlosem Fahrvergnügen, sportliche Motorentechnik mit aktivem Open-Air-Genuss. Die historischen Volkswagen-Modelle wurden aus den Sammlungen von Volkswagen Classic und der Stiftung AutoMuseum Volkswagen zur Verfügung gestellt.

Das von 1949 bis 1980 gebaute Käfer Cabriolet machte mit einem Verkaufspreis von 7.500 DM erstmals den Traum vom offenen Fahren für eine breitere Käuferschicht erschwinglich – ein Fahrzeug, das günstig und zugleich in nahezu allen Einkommensschichten zuhause war. Mit 331.847 gebauten Exemplaren avancierte es zu einem Bestseller, der sich weltweiter Nachfrage erfreute und gemeinsam mit dem Käfer ein Symbol des deutschen Wirtschaftswunders wurde. In der Ausstellung sind ein grünes Modell aus dem Jahr 1952 und das letzte, am 10. Januar 1980 bei Karmann in Osnabrück vom Band gelaufene rote Käfer Cabriolet zu sehen.

80.881 Exemplare wurden von 1957 bis 1974 vom technisch eng mit dem Käfer verwandten Karmann Ghia Cabriolet Typ 14 gebaut – für viele Fans eines der schönsten offenen Automobile seiner Zeit und bei Markteinführung mit 8.250 DM zudem preiswert. Doch es gibt auch Träume, die nicht in Erfüllung gingen, aber als Prototypen existieren. Ein besonderes Highlight ist das in der Ausstellung vertretene Karmann Ghia Cabrio Typ 1, eine Designstudie aus dem Jahr 1965, entworfen von Giorgio Giugiaro – rund zehn Jahre bevor er den ersten Golf für Volkswagen schuf. Nur 16 Mal im Jahr 1961 gebaut wurde das Cabrio des Typs 34, sechs davon sollen heute noch erhalten sein und gehören zu den historischen Volkswagen, für die Sammler Höchstpreise zahlen. Als weitere Prototypen sind der 1500 (Baujahr 1961) und der 411 (Baujahr 1968) vertreten. Sie entstanden auf der Basis erfolgreicher Limousinen oder Coupés, schafften aber nicht den Sprung in die Serie.

Auf der Basis des Käfers entstanden die legendären Buggys, die mit deutscher Technik zum automobilen Botschafter des American Way of Life wurden. Dach? Wenn es sein muss. Türen? Niemals. In Berlin dabei: ein belgischer Apal C Buggy – viel purer kann man offen nicht fahren.

Bis Ende 2002 entschieden sich 684.226 Autofahrer für das seit 1979 gebaute Golf Cabriolet – mehr als für jedes andere Cabrio zuvor. Wie bereits der Vorgänger, sprengte auch dieses Cabrio die Klassenschranken. Die Ausstellung feiert das bislang erfolgreichste Golf Cabriolet mit gleich fünf Fahrzeugen. Neben einem frühen und dem letzten Exemplar der ersten Generation gibt es zwei Einzelstücke – den ersten Prototypen des Golf Cabrios (1979) und ein Derivat auf der Basis des ersten Jetta (1980). Ebenfalls dabei: das extrem erfolgreiche Cabriolet auf der Basis des dritten Golf.

Die technische Klammer der Neuzeit bildet die Sicherheit. Hintergrund: Seit dem New Beetle Cabriolet sind alle offenen Volkswagen mit einem automatisch ausfahrenden Überschlagschutz ausgerüstet – quasi die Hightech-Variante des Golf-Überrollbügels. Das New Beetle Cabriolet debütierte im Frühjahr 2003 und machte die Welt der Cabrios bis zum Produktionsstopp 2010 bunter denn je.

Seit Anfang 2006 ergänzt der Eos das Programm der offenen Volkswagen. Mit seinem elektrohydraulisch betätigten Metallverdeck inklusive transparentem Panoramadach bietet er geschlossen den Komfort eines Coupés und offen den Spaß eines Cabrios. Anfang 2011 wurde der Eos aufwändig überarbeitet.

Das neueste Cabriolet der Ausstellung ist der Golf VI. Er bietet alle Vorteile eines Golf und einen mehr: das in 9,0 Sekunden vollautomatisch öffnende Stoffverdeck, das bis 30 km/h auch während der Fahrt funktioniert. Geschlossen gehört der Volkswagen zu den leisesten Autos seiner Art. Darüber hinaus überzeugt das Golf Cabriolet dank des in Millisekunden hochschnellenden Überschlagschutzes, eines verstärkten Frontscheibenrahmens und weiterer Strukturmodifikationen mit maximaler Sicherheit. Für viele Fans schließt sich mit diesem Auto ein Kreis – sie wollten einfach wieder ein Golf Cabriolet fahren. In Berlin dabei: das neue Golf Cabriolet Exclusive. Es kommt in diesen Tagen mit serienmäßigen 17-Zoll-Leichtmetallrädern und einer zweifarbigen Lederausstattung auf den Markt. Das jüngste Golf Cabriolet ist zugleich der sparsamste Volkswagen, mit dem sich der Traum vom offenen Fahren verwirklichen lässt.

Um die Fahrzeuge unterschiedlichster Epochen besser vergleichen zu können, um ihr Design zu verstehen, ein Gefühl für ihre Formen zu vermitteln, hat das Team der Volkswagen Designer die Cabriolets von gestern und heute eigens neu gezeichnet. Und so wird diese Ausstellung nicht nur zu einer Reise durch die Welt der Volkswagen Cabriolets, sondern auch zu einer Reise durch die Welt des Volkswagen Designs. Ein ähnliches Spektrum hochkarätiger Volkswagen Designskizzen wurde nie zuvor in einer öffentlichen Ausstellung gezeigt.

"Cabrio. Der Traum vom offenen Fahren"
3. Februar bis 4. März 2012
im Automobil Forum Unter den Linden,
Unter den Linden 21 (Ecke Friedrichstraße), Berlin-Mitte,
täglich 10.00 – 20.00 Uhr, Eintritt frei.

Fotos: Volkswagen

 
Es ist ein Jubiläum, das an diesem Sonnabend begangen wird: Zum 30. Mal laden die Berliner Museen zu einer Langen Nacht ein

Und die wiederum steht ganz im Zeichen eines anderen Jubiläums. Denn am 24. Januar wäre Friedrich der Große 300 Jahre alt geworden. Grund genug für die Museen, dem wohl berühmtesten der preußischen Könige zahlreiche Veranstaltungen zu widmen. So kann man zum Beispiel während der Langen Nacht der Museen in der Alten Nationalgalerie in der Bodestraße stündlich an Führungen zum Thema Friedrich in den Werken Adolph Menzels teilnehmen. Und im DDR-Museum in der Karl-Liebknecht-Straße gibt es am Museumsabend einen Vortrag zum Thema König Friedrich und die roten Preußen. Preußische Traditionen in der DDR. Und wem das alles zu sehr akademisch ist, kann in der dem DDR-Museum benachbarten Domklause typische DDR-Kartoffelgerichte probieren.

Insgesamt nehmen an der Langen Nacht rund 70 Museen teil, die etwa 350 verschiedene Veranstaltungen im Angebot haben, die natürlich nicht alle den Alten Fritz zum Thema haben. Auf sechs verschiedenen Routen können die Museen „abgeklappert“ werden.

Berliner Zeitung, [25.01.2012]

 
Die 30. Lange Nacht der Museen im Museum für Kommunikation Berlin

In der 30. Langen Nacht der Museen am Samstag, den 28. Januar 2012, dreht sich im Museum für Kommunikation Berlin alles um das Thema "Mode". Von 18 bis 2 Uhr erwartet Gäste ein buntes Programm mit Workshops, Performances, Kinderaktionen und Expressführungen.

So können sich die Nachtschwärmerinnen und Nachtschwärmer professionell schminken lassen (20 – 23.30 Uhr), um dann perfekt gestylt beim Modelcasting "Berlin sucht neue Talente!" (18 – 1 Uhr) mitzumachen. Wie man gekonnt über den Laufsteg schreitet, zeigen Experten beim Catwalk-Training (20.30, 21.30, 22.30 und 23.30 Uhr). Wer lieber selber kreativ werden möchte, kann seine Kleidung beim Fashion Re-Making (20 – 1 Uhr) aufpeppen und sich dabei auch selber an die Nähmaschine schwingen. Bei den Kinder-Mitmach-Aktionen können sich kleine Nachwuchsdesigner unter anderem in Prinzessinnen und Prinzen verwandeln (18 – 22 Uhr). Auch diese Lange Nacht wieder im Programm: Die Expressführungen durch das Museum mit jeweils wechselnden Schwerpunkten.

 

 
"LINDENBEATS" heißt die begeistert aufgenommene Konzertreihe des Automobil Forum mit Bands der Volkswagen Sound Foundation

Zur Langen Nacht der Museen treten drei viel versprechende Bands live im Automobil Forum Unter den Linden auf. Im Rahmen der "LINDENBEATS" sorgen die von der Volkswagen Sound Foundation geförderten Bands für groovigen Livesound. Um 20:00 Uhr startet "Beta 2.0", gefolgt von "Gone Astray" um 21:30 Uhr und um 23:00 Uhr werden "The Life Between" die Bühne rocken. Der Eintritt ist frei.

"LINDENBEATS" heißt die von jungen Leuten bereits begeistert aufgenommene Konzertreihe des Automobil Forum mit Bands der Volkswagen Sound Foundation. Von diesen motivierten Nachwuchsbands wird in Zukunft noch viel zu hören und zu sehen sein.

20:00 Uhr - Beta 2.0
Mit einer Mischung aus Wahnsinn, frischem Sound und viel Leidenschaft begeistert die Band Beta 2.0 seit 2010 das Publikum in ganz Deutschland. Keine Testversion, sondern der neue deutsche Sound! Die Zunge am popmusikalischen 9-Volt-Block zwingt zum Tanz. Die Texte über das Leben, die Mitmenschen und die kleinen wichtigen Momente in zu langen Nächten bitten zum Nachdenken. Oliver, Pascal, Artus, Timo und Till sind Beta 2.0 und der Beta-Puls pumpt mit breiten Gitarren und Elektro-Sounds!

21:30 Uhr - Gone Astray
Seit zweieinhalb Jahren macht Gone Astray von sich hören. Der wilde Zusammenschluss von Moderne und Vintage, von trashigen Grooves und treibenden Beats begeistert das Publikum und bringt die Massen zum Tanzen! Leidenschaft, Energie und Musikalität vereinen sich in einer theatralischen und exzentrischen Performance zu einer unumstößlichen musikalischen Aussage: Entertainment!

23:00 Uhr - The Life Between
Die 2007 gegründete Band bewegt sich mit ihren virtuosen Popsongs im Spannungsfeld zwischen starken Melodien und fragilen Arrangements. "Musik wird heute viel zu oft als Design-Gegenstand behandelt. Das klingt dann nach Erfolgsrezepten und einer Formelhaftigkeit, die mir zuwider ist. Die Geschichten, die die wirklich großen Songs ausmachen, die entstehen nicht am Reißbrett, sondern im Leben.” sagt Michael Zlanabitnig über die Musik seiner Band.

Volkswagen Sound Foundation

Das Nachwuchsförderungsprogramm liefert jungen Bands mit dem sogenannten Pate-Pate-Prinzip Starthilfe. Internationale und nationale Stars der Musikszene stehen als Paten für erfolgreiche Newcomer zur Verfügung. Diese wiederum übernehmen die Patenschaft für junge Talentbands, die noch keinen eigenen Plattenvertrag unterschrieben haben. So entsteht ein nahtloser Austausch gelebter Erfahrungen über verschiedene Karrierelevel hinaus und ein starkes Netzwerk.

 
Die Kunststiftung Poll möchte mit ihrem Vorhaben Berliner Bildhauer auf dem Garnisonkirchplatz den Blick auf die reiche Tradition der Berliner Bildhauerkunst lenken

Nach der Übergabe der Bronze-Skulptur "Die große Palucca" von Emerita Pansowová am vergangenen Wochenende bereitet die Kunststiftung Poll jetzt zusätzlich die Aufstellung der 2006 entstandenen Skulpturengruppe "Die sieben Gesten des aufrechten Ganges" von Sabina Grzimek auf der nördlichen Seite des Garnisonkirchplatzes vor.

"Meine Absicht war es", so die Bildhauerin zu ihrem Werk, "Figuren zu formen, die eine menschliche Situation ähnlich der der Göttinger Sieben ausdrücken, als diese am 18. November 1837 ihre Erklärung verfassten: Eine Moral, die es erfordert, auch zum persönlichen Nachteil, seinen Ansichten treu zu bleiben und danach zu handeln".

Die 1942 in Rom geborene Bildhauerin Sabina Grzimek war Meisterschülerin an der Akademie der Künste bei Fritz Cremer in Berlin. Ihre zunächst vor dem alten Museum im alten Lustgarten aufgestellte Arbeit Stehende und liegende Gruppe befindet sich heute auf dem Lützowplatz in Berlin-Tiergarten.

Die Künstlerin wurde 1983 mit dem Käthe-Kollwitz-Preis und 2011 mit dem Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg ausgezeichnet.

Die Kunststiftung Poll möchte mit ihrem Vorhaben Berliner Bildhauer auf dem Garnisonkirchplatz den Blick auf die reiche Tradition der Berliner Bildhauerkunst und zugleich auf die herausragende Arbeit der beiden zeitgenössischen Künstlerinnen Sabina Grzimek und Emerita Pansowová lenken, die sich zur Mitarbeit an der Realisierung bereiterklärt haben. Die Kosten für den Bronzeguss der Großen Palucca hat der DGB als Anrainer übernommen.

Die Aufstellung der weiteren Skulpturen will die Kunststiftung Poll mit Unterstützung weiterer umliegender Unternehmen finanzieren. Die das Vorhaben begleitende Ausstellung „Realismus als Methode - Sechs Berliner Bildhauer“ ist in der Galerie Poll noch bis 31. Januar zu sehen.

 
Am Hauptbahnhof müssen Brückenteile erneuert werden

Erst das verkürzte Dach – und jetzt lockere Schrauben: Das Bautempo, das der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn durchgedrückt hat, um den Hauptbahnhof wie vom ihm gewünscht zur Fußball-WM 2006 eröffnen zu können, hat dem Bau erheblich geschadet. Optisch und jetzt auch materiell. Der Austausch der verschlissenen Verbindungsteile an den Brücken wird wohl weit mehr als zehn Millionen Euro kosten. Rund eine Million Euro hat bereits die vorläufige Sanierung verschlungen.

An dem Brückenbauwerk der Ost-West-Stadtbahn gibt es im Bereich des Hauptbahnhofs insgesamt neun Zwischenfugen, bei denen die durch die Züge ausgelösten Kräfte über besondere Konstruktionen geleitet werden, um die Schienen zu entlasten; von den Ingenieuren Fahrbahn-Übergangskonstruktion genannt.

Weil die Gleise in einer Kurve liegen, wäre eine Sonderbauart erforderlich gewesen. Bei dem engen Terminplan sei dafür jedoch keine Zeit gewesen, heißt es heute bei der Bahn. Mit der Zustimmung der Genehmigungsbehörde habe man sich deshalb für eine einfachere Methode entschieden. Nur dort, wo das Gleis fast gerade ist, wurden die bewährten sogenannten Trägerplatten eingebaut.

Bei der anderen Konstruktion haben sich an der 2003 in Betrieb genommen Brücke bereits von 2007 an Schrauben gelockert; einige sind sogar abgebrochen. Die Ursache ist nach Angaben der Bahn nicht eindeutig zu ermitteln. Nicht auszuschließen sei, dass beim Bau wegen des verordneten Tempos gepfuscht worden sei, heißt es.

Zunächst hatte die Bahn jeweils die schadhaften Schrauben ersetzt. Im September nahm sie dann eine umfangreiche Sanierung vor. Dabei wurden von den 3250 Schrauben rund 1950 ersetzt. Dies war zum Teil sehr schwierig, weil einige Schrauben im Beton verankert sind. Umfangreich saniert werden soll nicht vor dem Jahr 2015. Deshalb ist, wie berichtet, für die Ferngleise östlich vom Bahnhof für mehrere hundert Meter ein Tempolimit von 40 km/h angeordnet worden. Dort ist die Strecke besonders stark gekrümmt.

Das Entwickeln und Zulassen eines neuen Übergangssystems, das auch für Kurven geeignet ist, dauere mehrere Jahre, heißt es bei der Bahn. Der Austausch alt gegen neu wird dann richtig teuer. 38 der 50 Übergangsstellen müssen gewechselt werden; jedes Teil soll um die 100 000 Euro kosten. Beim Austausch muss auch die sogenannte feste Fahrbahn aufgebrochen werden, bei der die Schienen nicht auf Schwellen liegen, sondern fest in Beton verankert sind. Auch dies treibt die Kosten in die Höhe. Wegen der Schweißarbeiten muss zudem ein anderes Brandschutzkonzept für den Hauptbahnhof entwickelt werden, weil die Arbeiten sonst Alarm auslösen würden. Hinzu kommen die Aufwendungen für Straßensperrungen und die Unterbrechung des Bahnverkehrs. Experten rechnen mit Gesamtkosten von weit mehr als zehn Millionen Euro.

Bei den Arbeiten an den Übergangskonstruktionen sollen auch Schäden an der festen Fahrbahn beseitigt werden, die an mehreren Stellen gerissen ist. Auch hier ist beim Bau mit hohem Tempo gearbeitet worden, um den Termin einhalten zu können. Weil die Firmen das Risiko kannten, hatten sie sich nach Tagesspiegel-Informationen meist von der Gewährleistungspflicht befreien lassen.

Beim für 2015 geplanten Austausch der Übergangskonstruktionen müssen zum Teil auch mehrere Gleise nebeneinander gesperrt werden. Dies hatte die Bahn bisher unbedingt vermeiden wollen und es auch deshalb abgelehnt, das von Mehdorn verkürzte Dach doch noch auf die ursprünglich vorgesehene Länge zu bringen. Die Teile sind schon produziert – und bezahlt. Sie lagern jetzt nutzlos in den Viadukten am Ostbahnhof.

Der Tagesspiegel, [19.01.2012]

 
Beim größten deutschen Halbmarathon war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden

Bereits am 14. Januar war das Teilnehmerlimit von 27.500 für den 32. Vattenfall Berliner Halbmarathon am 1. April 2012 erreicht. Beim größten deutschen Halbmarathon, mittlerweile einem der größten und schnellsten seiner Art weltweit, war das Teilnehmerlimit zuletzt auf 27.500 erhöht worden. Trotzdem war der Lauf diesmal einige Woche früher ausverkauft als vor einem Jahr, als sich Anfang März 25.500 angemeldet hatten. Start und Ziel der 21,0975 km langen attraktiven Strecke befinden sich auf der Karl-Marx-Allee, die Strecke führt über Brandenburger Tor, Schloss Charlottenburg, Ku´damm und Potsdamer Platz.

 

 
Ist der Potsdamer Platz noch sexy?

Das Daimler-Areal am Potsdamer Platz zählt nicht mehr zu Berlins Spitzenimmobilien. Die bisher vergebliche Suche nach einem Nachmieter für die 32 000 Quadratmeter große Bürofläche, die "Daimler Financial Services" Ende des Jahres verlässt. Die starke Konkurrenz für die Potsdamer-Platz-Arkaden durch die Eröffnung des Einkaufszentrums am Leipziger Platz im nächsten Jahr – wegen dieser unsicheren Perspektiven bewerten die Immobilienexperten vom internationalen Maklerhaus Jones Lang Lasalle das Areal nicht mehr als "Core-Immobilie".

Ende vergangenen Jahres waren bereits, wie berichtet, die Verkaufsverhandlungen zwischen dem Eigentümer des Areals, einem SEB-Fonds, und Kaufinteressenten geplatzt: 1,4 Milliarden Euro wollte niemand für das Ensemble bezahlen. Rund 400 Millionen Euro weniger sollen geboten worden sein. Sobald ein neuer Mieter für die Büroflächen gefunden ist, könnte das Gebiet aber seinen Status zurückgewinnen. Dass dies gelingen wird, davon ist Vermietungsexperte Jan Hübler von Jones Lang Lasalle überzeugt.

Zumal Berlin immer stärker von der europäischen Finanz- und Währungskrise profitiert: „Berlin ist sexy für internationale Investoren“, sagte der Berlin-Chef von Jones Lang Lasalle, Rüdiger Thräne. Deutschland sei in der gegenwärtigen Währungskrise „ein Hort der Stabilität, und Berlin ist die deutsche Hauptstadt“. Internationale Käufer steuerten mehr als die Hälfte zu den gut zwei Milliarden Euro bei, die im Handel mit Büro- und Geschäftshäusern im Jahr 2011 geflossen sind. Zurzeit liefen Verkaufsverhandlungen über mehrere Bürohäuser im Wert von jeweils rund 100 Millionen Euro.

Die Lieblingsadressen von Investoren und Mietern sind nach Angaben der Makler die Europacity am Hauptbahnhof oder die Mediaspree am Osthafen. Aber auch das „Energieforum“ am Südkreuz in Schöneberg. Dort stehen bereits die Kräne für den Bau des ersten Hochhauses, das Projektentwickler Reinhard Müller an den Elektronikkonzern Schneider vermietet hat.

Alle drei Gebiete würden besonders von der Eröffnung des Großflughafens profitieren, betonten die Experten. Zurückhaltend äußerten sie sich über die Nachfrage nach Neubauten direkt am Terminal und in der Umgebung des Airports. Dort sei zwar der erste Büroturm in Bau und zu drei Vierteln vermietet. Ob sich dort aber auch Firmen ansiedeln, die nicht direkt mit dem Flughafen-Betrieb zu tun haben, bleibe abzuwarten.

Deshalb warnten die Makler den Senat auch davor, Tegel und Tempelhof gleichzeitig zu entwickeln, ohne vorher für beide Gebiete ein klares Nutzungsprofil gefunden zu haben: „Die Stadt muss die Entwicklung steuern“, sagte Investmentexperte Philipe Fischer. Das Angebot an Gewerbeflächen in Tegel und Tempelhof sei zu groß. Es sei niemand damit gedient, wenn „eine Menge angefangener Projekte mangels Nutzer liegen bleiben."

Dass Berlin sich zum Fixpunkt der Investoren entwickelt, liegt auch an der anhaltend starken Entwicklung der Wirtschaft und der Nachfrage von Mietern nach Büroflächen. Erneut stieg die Zahl der vermieteten Büroflächen, um sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr, auf 542000 Quadratmeter. Das war der zweithöchste Umsatz in den letzten zehn Jahren. Die Zahl leer stehender Bürohäuser sinkt deshalb im vierten Jahr in Folge. Und weil Mieter mit größerem Platzbedarf keine Flächen mehr finden, wird für sie gebaut: für Mercedes und Coca-Cola in der Mediaspree zum Beispiel.

Ein „niedriges Lohn- und Mietniveau, ein breiter Branchenmix und ein wachsender Dienstleistungssektor machen Berlin besonders attraktiv für Betriebsansiedlungen“, sagt Bruno Ettenauer, Vorstandsvorsitzender der CA Immo. Der Konzern entwickelt die Europa-City. Dort eröffnet in diesem Jahr der Total-Tower. Auch die ersten Wohnhäuser sollen bald entstehen. Ettenauer nennt Berlin deshalb einen „aus Sicht des Immobilieninvestors krisenresistenten Wachstumsmarkt."

Der Tagesspiegel, [18.01.2012]

 

 
Neuer Geschäftswürfel in Mitte: Alea heißt ein Neubau der C&A-Familie Brenninkmeijer

Der Name „Alea 101“ für das neue Geschäfts- und Wohnhaus neben dem Fernsehturm, für das noch in diesem Frühjahr der Baustart erfolgen soll, ist ein Kunstname. Aber er macht Sinn: Alea steht nicht etwa wie beim benachbarten Einkaufszentrum Alexa für den nahen Alexanderplatz, sondern ist Latein und heißt schlicht Würfel. Und die 101 soll daran erinnern, dass am Standort Rathaus-/Ecke Gontardstraße vor 101 Jahren, also 1911, das erste Kaufhaus der Familie Brenninkmeijer (C&A) in Deutschland eröffnete.

Zwar wurde das Kaufhaus in den 1950-Jahren abgerissen, aber die Familie hat ihr historisches Grundstück in Mitte nicht vergessen. Von ihrem Unternehmen Redevco lässt sie nun in den kommenden zwei Jahren den neuen Geschäftswürfel errichten. 30 Meter hoch wird er werden, auf vier Geschossen soll es Läden geben, im Erdgeschoss ist Gastronomie vorgesehen. Details will eine Redevco-Sprecherin nicht nennen, solange die Verhandlungen mit Mietinteressenten noch laufen. Ein C&A-Kaufhaus werde es aber nicht werden, sagte sie. Das Haus eigne sich auch für einen einzelnen Nutzer, etwa einen Flagship-Store. Für die beiden oberen, leicht verschobenen Etagen sind die Planungen noch nicht abgeschlossen. Dort sollen Büros und einige Wohnungen entstehen. Bei ersten Überlegungen vor gut zwei Jahren war von bis zu 220 Quadratmeter großen Maisonette-Wohnungen die Rede.

Fünf Millionen Euro für Grünanlagen und Plätze

Mit dem Neubau, der nach einem Entwurf des Berliner Architektenbüros Sauerbruch Hutton entsteht, verschwindet ein Teil der Grünanlagen, die mit der Gestaltung rings um den Fernsehturm Ende der 60er-Jahre angelegt wurden. Laut Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) müssen dort in der kommenden Woche 42 Bäume gefällt werden. Zugleich könnte das Würfel-Haus erneut eine Debatte über eine Neugestaltung des durch großzügige Freiflächen geprägten Rathausforums zwischen S-Bahnhof Alexanderplatz und Spandauer Straße entfachen. Der frühere Senatsbaudirektor Hans Stimmann wollte die DDR-Gestaltung über Bord werfen und das Gebiet wieder nach historischem Vorbild eng bebauen.

Von dieser Idee hat sich der Senat inzwischen verabschiedet und 2009 Grundsätze für das Rathausforum einschließlich des Marx-Engels-Forums beschlossen, wonach die Freiräume die Grundlagen der weiteren Planungen sein sollen. Neubauten etwa entlang der Rathausstraße oder der Karl-Liebknecht-Straße sind aber nicht ausgeschlossen. Über Konzepte will die neue rot-schwarze Koalition in den kommenden Jahren nachdenken und diskutieren. Die Zeit drängt dabei nicht, weil bis 2019 das Areal insbesondere am Roten Rathaus Baustelle für die Verlängerung der U-Bahnlinie 5 ist.

Zumindest die Grünanlagen und Plätze direkt am Fernsehturm bringt der Bezirk Mitte aber schon jetzt in Ordnung – für fünf Millionen Euro. Am Kaskadenbrunnen sind bereits neue Bodenplatten verlegt. Man könnte sie als Anti-Kaugummi-Platten bezeichnen, weil sie mit Teflon beschichtet sind, damit keine Kaugummireste kleben bleiben und für hässliche schwarze Flecken wie auf dem Alexanderplatz sorgen. „Bisher funktioniert das sehr gut“, sagt Landschaftsarchitektin Martina Levin, die die Planung erarbeitet hat. Bis zum Jahresende sollen auch die übrigen Flächen erneuert und Bänke aufgestellt werden. Die Würfel-Baustelle stellt laut Levin allerdings eine kleine Behinderung dar. Der Vorplatz vor dem Haupteingang zum Fernsehturm werde zwar fertiggestellt, die Flächen unmittelbar am Geschäftshaus könnten aber erst 2014 hergerichtet werden.

Berliner Zeitung, [11.01.2012]; Fotos: Redevco

 

 
Eisbar am Bebelplatz, Kleider im U-Bahnhof: Die Fashion Week lädt zum Schauen und Feiern

Im Sommer kann ja jeder da oben auf dem Hotel de Rome stehen, im dünnen Kleidchen, einen Drink in der Hand, die Abendsonne im Gesicht – aber bei bitterkaltem Nieselwetter? Doch, auch das geht, die frische Luft ist sogar von Vorteil, zumindest für die „Fashionlounge“, die dort oben anlässlich der Modewoche aufgebaut wurde. Denn auf dem Hoteldach am Bebelplatz öffnet heute unter freiem Himmel eine Bar aus Eisblöcken, täglich geöffnet von 15 bis 20 Uhr.

An vielen Orten der Stadt beginnt am heutigen Dienstagabend die Mode-Party, die größte mit 2500 geladenen Gästen im „High Voltage“-Club. Dieser wurde auf dem Messegelände der Bread & Butter auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof aufgebaut.

Eine Stunde lang sollen die Gäste von der spanischen Künstlergruppe Fuerza Bruta elektrisiert werden mit einer Show aus Akrobatik, Tanz und Musik. Und weil Modemenschen angeblich Energie haben wie Duracell-Häschen, darf anschließend zur Musik der beiden Brüder David und Stephen Dewaele, besser bekannt als das Duo 2ManyDJs, und des DJs Mickey Moonlight vom Label Ed Banger getanzt werden.

Voll aufgeblendet wird auch das Scheinwerferlicht für die Fashion Week, die parallel zur B&B stattfindet und am Mittwoch um 10 Uhr mit der Show der Modemarke Escada Sport im Zelt vor dem Brandenburger Tor startet. 54 Designer präsentieren hier und in zahlreichen weiteren Orten bis Sonnabend ihre Kollektionen für die Herbst-/Wintersaison 2012/2013 – und wo Mode gezeigt wird, da zeigen sich auch prominente Gäste gerne. Zahlreiche Schauspieler, Musiker, Künstler werden in den nächsten Tagen zur Fashion Week anreisen und in der berühmten Front Row, der ersten Reihe direkt am Laufsteg, Platz nehmen.

Mit dabei ist beispielsweise Lara Stone, 29, eines der weltweit gefragtesten Models und in diesem Jahr das „Gesicht“ der Fashion Week. Auf dem Catwalk sind auch ältere Models gefragt. Der Berliner Designer Michael Michalsky ließ seine Mode bereits im vorigen Jahr auch von Ü-70-Models präsentieren, dieses Jahr zieht die Designerin Anja Gockel nach und holt Vera Gräfin von Lehndorff alias Veruschka auf den Laufsteg. „Germanys First Topmodel“ ist Jahrgang 1939.

Zu den Höhepunkten der Fashion Week in Sachen Promiaufgebot gehört die Show von Hugo Boss am Donnerstagmittag. In der Wandelhalle der Gemäldegalerie wird die neueste Kollektion gezeigt, am Abend gibt es dann ein gesetztes Dinner für 200 Gäste – ein kleiner Kreis für das Metzinger Modeunternehmen, das für seine opulenten Partys bekannt ist. Die Gästeliste? Noch geheim.

Das Berliner Designer-Duo Unrath & Strano lädt seine Gäste zur Show in den nicht genutzten U-Bahnhof ein, der sich zwischen Leipziger Platz und Philharmonie befindet.

Fast schon zum Inventar der Fashion Week gehört dagegen Ex-Tennisstar Boris Becker. Mit seiner Frau Lilly hat er sich für die Show von Designer Michael Michalsky angekündigt, die am Freitagabend im Tempodrom über den Catwalk geht. Der Modemacher lädt zusammen mit den Labels Roeckl und C’est Tout zur StyleNite ein – und bietet so viel Rahmenprogramm, dass die Mode fast schon zur Nebensache zu werden droht: Sängerin Jessica Six singt während der Schau von Roeckl, bevor Michalsky seine Kollektion zeigt, spielt die Künstlerin Marina & the Diamonds. Zur StyleNite wollen beispielsweise die Models Karolina Kurkova und Eva Padberg kommen, die für eine Vox-Sendung bald selbst Models casten, Musiker Peter Fox, Regisseur Oskar Roehler, Boxer Henry Maske – und Miss Piggy, denn bei der StyleNite feiert der neue „Muppets“-Film Premiere. Was Miss Piggy tragen wird, steht schon fest: Ein Kleid von Michalsky – in Sondergröße.

Der Tagesspiegel, [17.01.2012]

 
Am Todesstreifen fahren wieder Panzer auf

Sachliche Informationen statt falscher Soldaten: Am Checkpoint Charlie soll bald besser über den Kalten Krieg informiert werden. Im Sommer öffnet die Infobox am einstigen Grenzübergang, in der die Besucher alles über die historischen Zusammenhänge der Teilung erfahren. Auch zwei Panzer fahren wieder auf, mit denen an die Ereignisse vom Oktober 1961 an der Kreuzung Friedrich-/Zimmerstraße erinnert werden soll. Damals standen sich dort amerikanische und sowjetische Soldaten gegenüber,

Die 200 Quadratmeter große, in Schwarz gehaltene Info-Box ist die Vorläuferin für das Museum des Kalten Krieges.

Sie soll das Info-Angebot am früheren Kontrollpunkt ergänzen, wo es bislang das privat betriebene Museum „Haus am Checkpoint Charlie“ gibt und die Galerie aus Schautafeln. Mit der Eröffnung des Kalter-Krieg-Museums sei aber nicht vor 2015 zu rechnen, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz bei einer Vorbesichtigung der „Black Box“. Der Begriff lehne sich an den Flugschreiber in Flugzeugen an, „der alle Ereignisse aufzeichnet“, sagte Schmitz. Mehr als 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sei eine Generation herangewachsen, die nichts mehr weiß vom Kalten Krieg, deren Lebensumfeld aber von den damaligen Ereignissen geprägt sei.

Das Konzept für die Box stammt von Jürgen Reiche, der auch die Ausstellung im Tränenpalast gestaltet hat und Ausstellungsdirektor im Bonner Haus der Geschichte ist. „Berlin ist das Rom des 20. Jahrhunderts, jeder Stein hat eine Historie. Die Leute gieren nach Infos“, sagte er. Der Pavillon sei eine „Gegenbewegung zur Banalisierung der historischen Dimension der Stadt“. Damit spielte er auf die verkleideten Schauspieler an, die an historischen Orten den Touristen das Geld aus der Tasche ziehen. Der Checkpoint Charlie sei „stark dem Kommerz verfallen“, ergänzte Kulturstaatssekretär Schmitz. Er betonte, dass die Box nicht mit anderen Erinnerungsstätten konkurrieren soll. Berlins zeithistorische Einrichtungen wie die Gedenkstätten Hohenschönhausen und Bernauer Straße seien „Erfolgsbringer“, die Besucherzahlen in den vergangenen zehn Jahren von 2,9 Millionen auf jetzt über zehn Millionen im Jahr gestiegen.

200 Objekte und 16 Medienstationen wird es in der Black Box geben. Die Ausstellung beginnt mit der Blockbildung nach dem Zweiten Weltkrieg, führt dann über Eskalation und Erstarrung in Europa, den Mauerbau bis zur Auflösung des Ostblocks. Abschluss ist die Frage, wo es heute noch Teilung gibt, beispielsweise in Korea. Immer im Mittelpunkt stehen Berlin und die Auswirkungen der Weltpolitik auf die Stadt. Es sei die erste Ausstellung in Deutschland, die nationale und internationale Aspekte berücksichtige, sagte Reiche. Unterstützung komme von Politikern und Forschern aus Europa und der USA. Sowohl im Pavillon als auch auf der 1200 Quadratmeter großen Freifläche drumherum sind kleine Kinos geplant. Außer den Panzern sollen draußen ein Beobachtungsturm und Mauerreste stehen. Die Umrahmung durch die Schautafeln soll bleiben und die Galerie auch auf der Rückseite erweitert werden. Der Besuch der Freifläche soll gratis sein, für das Museum wolle man etwa drei Euro Eintritt verlangen, sagte Monica Geyler-von Bernus vom Betreiber Berliner Forum für Geschichte und Gegenwart. Finanziert wurde die Black Box mit 120.000 Euro aus dem Vermögen früherer DDR-Organisationen. Das Innere soll mit Landesmitteln ausgestattet werden.

Das Ende der Box ist bereits absehbar. In zwei bis drei Jahren will der irische Investor Cannon Kirk mit der Bebauung des Grundstücks beginnen, die Verhandlungen dazu laufen nach Angaben des Kulturstaatssekretärs. Ins Erdgeschoss ziehe auf 3000 Quadratmetern das Museum des Kalten Krieges ein. Nach einer Finanzspritze von sechs Millionen Euro vom Land soll es sich selbst tragen. Dann sei „die Vollendung des dezentralen Erinnerungskonzeptes von Berlin“ abgeschossen, sagte Schmitz. Die Infobox soll dann anderswo aufgestellt werden.

Der Tagesspiegel, [13.01.2012]

 

 
Erstmalig in Südostasien

Seit dem 08. Dezember 2011 sind die United Buddy Bears in der malaysischen Hauptstadt Kuala Lumpur zu Gast. Unter der Schirmherrschaft des Sultans von Selangor wird die Ausstellung bis zum 15. Februar 2012 auf dem Platz vor dem Pavilion in der Nähe der Petronas Towers zu sehen sein.

In einem großen Festakt wurde die Ausstellung von dem Bürgermeister von Kuala Lumpur, Tan Sri Ahmad Fuad Ismail, dem Minister für Tourismus, Datuk Dr. Victor Wee, dem Initiator der Ausstellung in Kuala Lumpur, Tan Sri Jojo und Klaus Herlitz feierlich eröffnet. Täglich strömen Tausende zu den insgesamt 147 Bärenskulpturen, die direkt in Downtown vor dem PAVILION Kuala Lumpur an der Bukit Bintang ausgestellt sind. Bis zum Ende der Ausstellung am 15. Februar 2012 werden – laut der Stadtverwaltung – über 3 Millionen Besucher erwartet.

Neuer United Buddy Bear für Malaysia

Während der Eröffnungsfeier wurde der neue United Buddy Bear für Malaysia enthüllt. Der Bär wurde von dem renommiertesten Künstler und Comedian des Landes, IMUDA, entworfen und bemalt.

 
Praxistests im Westin Grand Berlin zur Langen Nacht der Ausbildung am 12. Januar 2012

Am Donnerstag, den 12. Januar 2012 öffnet das Westin Grand Berlin an der Berliner Friedrichstraße von 16:00 bis 22:00 Uhr im Rahmen der Langen Nacht der Ausbildung seine Pforten. Eingeladen sind alle Interessierten für einen Ausbildungsplatz und natürlich ihre Eltern und Partner. Der boomende Berlin-Tourismus eröffnet den Schulabgängern attraktive Jobperspektiven in einem Hotel der internationalen Spitzenklasse. In vier Berufsfeldern bildet das Westin Grand Berlin aus: Restaurantfachmann/-frau; Koch/Köchin sowie Hotelfachfrau/-mann und Hotelkauffrau/-mann. Die Informationsveranstaltung wird gemeinsam mit dem DEHOGA, dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Berlin, organisiert.

Gute schulische Leistungen sind Voraussetzung für eine Bewerbung, die Personalchefin Katrin Hahn an diesem Abend direkt entgegen nimmt. Gemeinsam mit über zwanzig ihrer Auszubildenden hat sie für Schulabgänger neben umfassenden Informationen zu Ausbildungswegen, Berufsalltag und Karrierechancen vor allem Praxistests vorbereitet: Mit dem Bunsenbrenner eine zarte Zuckerschicht auf die Crème Brûlée zaubern, in der Suite "als Hausdame" auf Fehlersuche gehen, ein vollgepacktes Tablett als Servicemitarbeiter durch einen Parcours jonglieren oder das sogenannte Mis-en-place-Memory (Tisch eindecken) spielen, für jeden ist etwas dabei. Spätestens beim Lauf über die Freitreppe, als Page mit schweren Koffern bepackt, weiß auch der Letzte, was im künftigen Job verlangt wird.

Im Westin Grand Berlin legt man Wert auf eine abwechslungsreiche Ausbildung und eine enge Bindung zum Nachwuchs: Cross-Trainings in deutschen Schwesterhotels, Azubistammtische oder auch gemeinsame Sportaktivitäten gehören dazu. Mit dem weltweiten Mutterkonzern Starwood Hotels & Resorts im Rücken, der über 1.100 Hotels weltweit im Portfolio führt und somit unzählige Karrierechancen bietet, ist das Westin Grand Berlin ein attraktiver Ausbildungsbetrieb.

"Unsere ehemaligen Auszubildenden zieht es in die ganze Welt hinaus, New York, Hawaii, Australien, Singapur –überall um den Globus verteilt halten sie immer gern den Kontakt zu unserem Haus," weiß Personalchefin Katrin Hahn. Sie organisiert die sogenannten Transfers, die Vermittlungen ihrer ausgelernten Auszubildenden innerhalb des Konzerns, und verfolgt den Werdegang ihrer Ehemaligen genau. Hoteldirektor ist (noch) keiner, aber der eine oder andere auf dem besten Weg dorthin.

 
Auf dem Weg zurück zur Normalität hat die Berliner S-Bahn eine weitere Etappe geschafft

Am Montagmorgen setzte das Unternehmen von seinen 650 Doppelwagen exakt 500 zur Fahrgastbeförderung ein, teilte S-Bahn-Chef Peter Buchner der Berliner Zeitung mit. "Seit dem Sommer 2009 waren noch nie so viele Züge im Linieneinsatz."

Weil sich die Techniker ins Zeug gelegt hätten, sei die verfügbare Wagenflotte in den vergangenen Monaten stetig gewachsen, so Buchner. So konnte der „Revisionsstau“ abgearbeitet werden, indem viele S-Bahnen die Hauptuntersuchung absolvierten. Inzwischen warten nur noch 85 Doppelwagen in Schöneweide auf den Werkstattbesuch. Außerdem verfügen nach einer Tauschaktion alle S-Bahnen über stabilere Räder. Wenn im Frühjahr, wie erwartet, weitere Fahrer ihre Ausbildung beendet haben, könne das Angebot für die Fahrgäste weiter verbessert werden. Dann soll die 2009 stillgelegte Linie S 85 wieder- belebt werden, sagte Buchner.

Berliner Zeitung, [09.01.2012]